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| US-Dollar steigt nach Bernanke-Äußerungen leicht an |
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| Freitag, 09. Oktober 2009 um 22:22 Uhr |
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Die Äußerungen des US-Notenbankchef Ben Bernanke am Donnerstagabend verliehen dem US-Dollar einen dringend benötigten Antrieb gegenüber den Hauptgegenwährungen, insbesondere JPY. Dabei schlug Bernanke einen verstärkt zinsbullischen Ton in Bezug auf seine Bereitschaft an, einer drohenden Inflation durch die Straffung der expansiven Geldpolitik entgegen zu wirken. Eine Neuausrichtung der Weltwirtschaft müsse nach EZB-Präsident Trichet auch nicht unweigerlich zu einer US-Dollar-Abwertung gegenüber dem Euro führen. US-Dollar erholt sich von Verlusten nach Trichet-Bernanke-Anmerkungen Nach anfänglichen bärischen Tendenzen erholte sich der US-Dollar offensichtlich im weiteren Handelsverlauf. Nach einem gestrigen Tagestief bei 1,4820 zum EUR kletterte der USD bis auf die aktuelle Marke von 1,4700. Ähnliche Preisschwankungen konnten gegenüber JPY, CHF und GBP beobachtet werden. Im frühen Morgenhandel belasteten positive Konjunkturdaten, der zunehmende Marktoptimismus und ein konstanter Anstieg der Aktienkurse die US-amerikanische Währung heute. Dazu kommt, dass der starke Euro den Export in andere Währungsräume verteuert und den dortigen Exporteuren einen Wettbewerbsvorteil in den 16 Euro-Ländern verschafft, was weiteren Abwärtsdruck auf den US-Dollar ausübt. Dennoch erhöhten die gestern veröffentlichten US-Arbeitslosenerstanträge, die die Erwartungen übertrafen, das Interesse für USD-Anlagen. US-Notenbankchef Ben Bernanke erklärte gestern Abend, dass die US-Notenbank über angemessene Instrumente verfüge, um eine Straffung der expansiven Geldpolitik durchzuführen und beispielsweise Liquidität zu entziehen und die Zinsen zur richtigen Zeit zu erhöhen. Der USD reagierte mit leichten Aufwärtstendenzen zu später Handelsstunde, und glich einige zuvor verbuchte Kursverluste gegenüber dem EUR wieder aus. Vor dem Start ins Wochenende stehen heute drei weitere wichtige Indikatoren auf der Agenda. Um 11:30 Uhr hält EZB-Präsident Trichet einen Vortrag an der Universität von Venedig. Noch gestern erklärte der EZB-Chef, dass er einen starken US-Dollar sehr begrüße. Dabei äußerte er sich nicht zur momentanen EUR-Stärke. Im weiteren Handelsverlauf wird die US-Handelsbilanz für August ausgegeben. Von großer Bedeutung sind ebenfalls die Arbeitslosenquote Kanadas sowie wichtige Daten aus dem kanadischen Wohnungswesen. Der CAD könnte daher heute zur treibenden Kraft am Markt werden. Anleger sollten Kanadas Währung nicht aus den Augen verlieren. Hier könnten gute Gewinne erzielt werden. EUR/CHF nach Spitzenwerten fällig für Kurskorrektur nach unten Bereits heute früh verzeichnete der EUR gemischte Ergebnisse gegenüber seinen Hauptwährungskontrahenten. Nach den Aussagen der Europäischen Zentralbank (EZB) gestern, ergab sich für den EUR eine Trendwende zum vorausgegangenen Aufwärtstrend. Äußerungen von US-Notenbankchef Bernanke am Donnerstagabend stützten die Aufwärtstendenzen des USD zur Gemeinschaftswährung zusätzlich. Der EUR beendete den gestrigen Handelstag gegenüber dem USD bei 1,4723 und gab auch leicht zum Pfund Sterling nach, um hier bei 0,9190 zu schließen. Da beide Zentralbanken, sowohl die Bank of England (BoE) als auch die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Zinsrate jeweils unverändert beließen, erwarteten die Marktteilnehmer im Anschluss gemäßigte Kursgewinne. Weniger überzeugend fiel jedoch die gestrige Stellungnahme von EZB-Präsident Trichet aus, so dass sich vielmehr eine korrigierende Preisbewegung für den EUR gegenüber der Primärgegenwährung, dem US-Dollar einstellte. Der EUR erreichte im heutigen Handel ein neues Rekordhoch zum Schweizer Franken (CHF), so dass viele Investoren auch hier von einer Umkehrung des jüngsten Aufwärtstrends ausgehen. Diese Entwicklung zieht eindeutig eine auf längere Dauer angelegte bärische Handelsspanne für EUR/CHF nach sich. JPY verliert vor Feiertagswochenende Der japanische Yen scheint aktuell auf ganzer Linie einzubrechen. Bereits gestern schloss der JPY mit Verlusten gegenüber jeder Hauptwährung. GBP/JPY beendete den Donnerstagshandel bei 142,89, USD/JPY bei 89,15. Noch hat es nicht den Anschein, als wäre der JPY aus seiner derzeit zinsbullisch dominierenden Handelsspanne ausgebrochen. Doch die gestrigen Kursbewegungen veranlassten einige Investoren dazu, ihre Short-Positionen noch vor dem Wochenende zu decken. Darüber hinaus steht ein langes Wochenende in Japan bevor, da der Inselstaat am kommenden Montag den Tag der Gesundheit/Sport feiert. Händler schichten ihre JPY-Positionen derzeit in andere Anlagen um, für die sich zum kommenden Wochenbeginn ein reguläres Handelsvolumen ergeben wird. Bisherige Kursverluste könnte der JPY also erst ab Dienstag oder Mittwoch ausgleichen. Japan bleibt dem Wirtschaftskalender bereits heute fern, was bedeutet, dass sich Händler auf die westlichen Wirtschaftsnationen konzentrieren sollten. Rohöl nähert sich kurzfristigem Höchstkurs - steht Kurskorrektur bevor? Über die vergangenen drei Monate hinweg hielt sich der Ölpreis konstant innerhalb der Handelsspanne zwischen $66 und $74 pro Barrel. Auch die jüngsten Preisbewegungen lassen keine Veränderung dieses Handelsmusters erkennen. Seitdem die Preise in dieser Woche erneut bis über die Marke von $70 pro Barrel geklettert sind, scheint sich ein kurzfristiges Rekordhoch eingestellt zu haben, dass nun zum Wochenende eine Preiskorrektur nach unten nach sich zieht. Diesem Trend widersprechend fielen die US-Rohöllagerbestände der aktuellen Woche aus, die unerwartet um fast 1,0 Mio. Barrel gefallen waren. Dieses Ergebnis könnte ein Wachstumspotenzial für den Verbrauch und somit eine leicht gesteigerte Nachfrage markiert haben. Sollte dies tatsächlich der Fall sein, könnten Händler den Ölpreis in der kommenden Woche möglicherweise bis über die Marke von $71 pro Barrel und eventuell sogar bis auf $73 pro Barrel steigen sehen. |
| Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 13. Oktober 2009 um 22:27 Uhr |
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