| US-Dollar fällt - Golfstaaten wollen US-Devise im Rohölhandel ersetzen |
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| Dienstag, 06. Oktober 2009 um 21:44 Uhr |
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Die Mutmaßungen um ein potentielles Ende des Dollar als Zahlungsmittel im Rohölhandel nehmen zu und setzen den USD gegenüber 14 der 16 meist gehandelten Gegenwährungen deutlich unter Druck. Laut einem Bericht der britischen Zeitung „The Independent“ erwägen die Golfstaaten, den Ölpreis nicht länger in Dollar festzusetzen. Der bisherige globale Stellenwert der US-amerikanischen Währung scheint mehr und mehr zu schwinden. Anstelle des Dollars wird in einigen Jahren ein Währungskorb zur Abwicklung des Ölhandels vorgesehen. Analysten betrachten den Austausch des Dollar als Abwicklungswährung für Ölgeschäfte als verhältnismäßig einfache Aufgabe. Größere Schwierigkeiten würde jedoch die Umstellung der Preisstellung für Öl bereiten. Steigende Aktien bringen US-Dollar Kursverluste gegenüber Hauptwährungen Der Dollar verzeichnete am Montag gegenüber einem Großteil seiner Gegenwährungen Kursverluste, nachdem Investoren, angesichts positiver globaler Konjunkturdaten, wieder vermehrt in Aktien und risikoreiche Währungen anlegten. Dabei rutschte der USD zum EUR deutlich ab, nachdem die Kurse an den US-Aktienmärkten stiegen und der US-amerikanische ISM Non-Manufacturing Index (NMI) für August ein Ergebnis über den Erwartungen ausgab. Die USD fiel gestern im New Yorker Handel auf $1,4691 pro EUR von zuvor $1,4648. Zum Yen rutschte der US-Dollar am Montag bis auf 89,02 Yen von zuvor 89,53 ab. Produktion und Dienstleistungen treiben EUR in die Höhe Am Montag erfuhr der EUR deutlichen Antrieb angesichts des neuen Wachstumskurses des Produktions- und Dienstleistungssektors in der Eurozone. Die entsprechenden Indizes waren stärker angestiegen als zunächst geschätzt. Dementsprechend notierte der EUR bei $1,4657, von zuvor noch $1,4576 am Freitag. Zum Yen schloss die Gemeinschaftswährung bei 130,79 Yen von zuvor 131,15 Yen. Das Britische Pfund rutschte seit Freitag um ca. 0,1% auf $1,5942 ab, während der EUR mit +0,7% bei 91,96 Pence gehandelt wurde. Äußerungen von Finanzminister Fujii belasten Yen Der japanische Yen gab gestern nach, als Japans Finanzminister Hirohisa Fujii erklärte, dass seine Regierung bereit sei, in die Aufwertung der Landeswährung einzugreifen, sollte sich der hohe Außenwert des Yen negativ auf die japanische Wirtschaft auswirken. Der Yen wurde zu Handelsschuss bei 131,14 pro EUR gehandelt, nachdem die japanische Währung einen Kursabfall von 0,2% verzeichnete. Zum USD wiederum ergab sich ein Kursanstieg um 0,3% auf 89,53 pro USD. Rohöl bei über $70-Marke pro Barrel Die Rohöl-Futures beendeten den Montagshandel über der $70-Marke pro Barrel, nachdem positive Zahlen aus dem US-Dienstleistungssektor die Hoffnung auf eine baldige konjunkturelle Erholung weltweit neu aufleben ließen. Darüber hinaus ergaben sich für Öl Aufwärtstendenzen aufgrund der jüngsten Kurserholung an den Aktienmärkten. Rohöl zur Lieferung im November stieg am Montag um 46 US-Cents auf $70,41 pro Barrel. Die Futures werden seit dem 1. August zwischen $65,05 und $75 pro Barrel gehandelt. |
| Zuletzt aktualisiert am Freitag, 09. Oktober 2009 um 21:47 Uhr |
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