| Wichtige US-Datenveröffentlichungen bestimmen den heutigen Devisenhandel |
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| Freitag, 02. Oktober 2009 um 22:23 Uhr |
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Zum Ende der aktuellen Handelswoche erwarten die Marktteilnehmer entscheidende Konjunkturdaten aus der US-Wirtschaft. Dabei handelt es sich um die US-Arbeitsmarktdaten der Beschäftigung (exklusive Agrar) für den Monat September sowie die US-Arbeitslosenquote. Beide Indizes werden die Volatilität an den Devisenmärkten voraussichtlich antreiben. Die Ausgabe der Indikatoren findet um 14:30 Uhr statt. Ein weiterer Index von Bedeutung ist Englands für 08:00 Uhr angesetzter Hauspreisindex Halifax des Monats September. Anleger sollten ihre USD- und GBP-Positionen jetzt eröffnen, noch bevor der Handelstag sich entfaltet. US-Dollar steigt vor NFP-Arbeitsmarktdaten an Gestern ergaben sich für den US-Dollar zinsbullische Tendenzen gegenüber einem Großteil der Gegenwährungen. Mit einem Anstieg von über 100 Punkten zum EUR, rutschte das Währungspaar EUR/USD bis auf die Marke von 1,4501 ab. Japans Yen gegenüber verzeichnete der Dollar wiederum Kursverluste. Der insgesamt zinsbullische USD-Trend wurde gestern auf die enttäuschenden US-Arbeitsmarkt- und Produktionsdaten zurückgeführt, die die Sorge um eine stockende Wirtschaftserholung weltweit verstärkten, was dem US-amerikanischen Dollar als Safe-Haven-Währung neuen Aufschwung verlieh. Der wöchentliche Arbeitsmarktbericht, der die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in einer Woche ausgibt, kletterte in der letzten Woche auf 551.000 Anträge. In der vorangegangenen Woche lag die Zahl bei revidierten 534.000 Antragstellern. Darüber hinaus enttäuschte der Einkaufsmanagerindex gestern die Erwartungen. Das Ergebnis lag bei 52,6 Punkten. Experten hatten ein Resultat von 53,9 Punkten vorausgesagt. Diese unzufriedenstellenden US-Daten schienen grundlegend zur Befürchtung der Investoren beizutragen, nach der die zum Stillstand gekommene Wirtschaftserholung den US-Dollar bis in die kommende Handelswoche hinein stärken würde. Für heute steht die wichtigste Datenveröffentlichung des Monats auf der Agenda - um 14:30 Uhr werden die US-Arbeitsmarktdaten der Beschäftigung ausschließlich des Agrarbereichs für September ausgegeben. Dabei misst der Indikator den Wechsel der Anzahl neuer Arbeitsplätze während des Monats September. Aufgrund seiner frühzeitigen Veröffentlichung tendiert der Bericht starken Einfluss auf die Märkte zu nehmen. Sollte das Ergebnis eine Erholung des US-amerikanischen Arbeitsmarktes verdeutlichen, könnte sich der zinsbullische USD-Trend möglicherweise kurzfristig fortsetzen. EUR stürzt aufgrund 10-Jahreshoch der Arbeitslosenquote Am Donnerstag rutschte der EUR in seinem Kurs gegenüber sämtlichen Hauptwährungen ab. Dabei fiel die Gemeinschaftswährung um nahezu 150 Punkte zum USD. Das Währungspaar EUR/USD stürzte bis auf die Marke von 1,4501. Auch dem JPY und GBP gegenüber ergaben sich für den EUR deutliche Abwärtstendenzen. Äußerst enttäuschende Konjunkturdaten aus der Eurozone nahmen gestern ihren Einfluss auf den EUR. Die Einnahmen der Einzelhändler in Deutschland gingen im Vergleich zum Vormonat im August um 1,5% zurück. Nach wie vor scheint die Sorge um die steigende Arbeitslosigkeit in Deutschland die Verbraucherausgaben in Zaum zu halten, trotz vermehrter Anzeichen einer Konjunkturerholung. Zusätzlich zu den düsteren Daten, erreichte die Arbeitslosenquote in der Eurozone im Monat August mit 9,6% ein Rekordhoch der letzten zehn Jahre. Angesichts der schwachen Ergebnisse entsteht für Investoren der Eindruck, dass die Eurozone nach wie vor weit entfernt von einer Wiederbelebung ihrer Wirtschaft sei. Der USD verzeichnete infolgedessen Kursgewinne, während der EUR abschwächte. Wichtigster Indikator aus der Eurozone heute ist der europäische Erzeugerpreisindex. Hier wird der Wert sowie Wechsel aller Güter und Dienstleistungen, die von Personen innerhalb der Eurozone erbracht worden sind, gemessen. Das Ergebnis hat in der Regel eine große Wirkung auf die Märkte. Anleger sollten heute jedoch gleichzeitig die US-Arbeitsmarktdaten im Auge behalten, die ebenfalls den Ton im heutigen Freitagshandel angeben werden. Yen zieht gegen Hauptwährungen an Gestern ergab sich für den JPY ein zinsbullischer Trend gegenüber einem Großteil der Gegenwährungen. Der Yen kletterte gegenüber dem EUR um über 150 Punkte in die Höhe. Das Währungspaar rutschte dementsprechend bis auf 130,00 ab. Auch zum USD und GBP verbuchte der Yen Kursgewinne. Der starke Aufwärtstrend des Yen ergab sich überwiegend aus einer Reihe positiver Konjunkturdaten der japanischen Wirtschaft. Japans Einzelhandelsumsätze im Monat August verschlechterten sich zwar um 1,8%. Experten hatten jedoch einen Rückgang um 2,4% erwartet. Der „Non-Manufacturing Index“, der die allgemeinen Geschäftsbedingungen im Land misst, lieferte ebenfalls ein Ergebnis, das über den Erwartungen lag. Rohöl steht bei $70 pro Barrel Gestern war ein äußerst volatiler Rohöl-Handel zu beobachten. Bis Handelsschluss stabilisierte sich der Rohstoff-Kurs jedoch wieder um $70 pro Barrel. Zu Handelsbeginn startete Rohöl bei zinsbullischen Tendenzen mit einem Tageshoch von 71,33. Angesichts enttäuschender US-Konjunkturdaten, rutschte der Ölpreis anschließend innerhalb weniger Handelsstunden bis auf $69 pro Barrel ab. Im Vorfeld des mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktberichts ist der Ölpreis heute wieder leicht gesunken. Anleger sollten die Veröffentlichungen aus der US-Wirtschaft gut im Auge behalten, um ihre Strategien für den Rohölhandel zu bestimmen. Insbesondere das Ergebnis des NFP-Wechsels wird den heutigen Handel deutlich beeinflussen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass ein positives Resultat die Ölpreise möglicherweise erneut stark ankurbeln könnte. Demnach könnte es von Vorteil sein, Ihre Positionen zu früh wie möglich zu eröffnen. |
| Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 08. Oktober 2009 um 22:30 Uhr |
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