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US-Verbraucherstimmung der Universität Michigan lenkt heutigen USD-Handel Drucken E-Mail
Freitag, 11. September 2009 um 22:08 Uhr

Die Veröffentlichung des US-Index der Verbraucherstimmung der Universität Michigan für den Monat September (1. Umfrage) um 15:55 Uhr bestimmt den heutigen USD-Handel. Der Index ist ein makroökonomischer Indikator und basiert auf einer telefonischen Befragung von Konsumenten zu finanzieller Situation und wirtschaftlichem Klima. Laut Prognose soll das Ergebnis bei 67,2 Punkten liegen. Die Vormessung im letzten Monat hatte 65,7 Punkte ausgegeben. Weitere Fundamentaldaten, die ihren Einfluss auf den heutigen Devisenhandel nehmen werden sind: England - 10:30 Uhr Erzeugerpreise, August (Output-Basis), USA - 14:30 Uhr Import- und Exportpreise, August, sowie die für 22:45 Uhr angesetzte Ansprache von US-Finanzminister Timothy Geithner. Wenn Sie als Händler heute große Profite erzielen möchten, eröffnen Sie jetzt Ihre Positionen für die Hauptwährungen.

Dollar gibt nach und Aktienmärkte steigen

Der US-Dollar verzeichnete gegenüber einem Großteil seiner Gegenwährungen gestern Verluste. Dabei wurde die US-amerikanische Währung nahe eines neuen Jahrestiefs zum EUR gehandelt.

Investoren erprobten zuvor risikoreiche aber gewinnträchtige Anlagen, angesichts eines deutlichen Kursanstiegs an den globalen Aktienmärkten. Bis Handelsschluss rutschte der USD gegenüber dem EUR bis auf 1,4603 ab. Auch gegenüber dem GBP ergaben sich ähnliche Entwicklungen. Hier schloss der USD bei 1,6699.

Gegenüber EUR und japanischem Yen verlor der Dollar in dieser Woche täglich an Boden und markierte gestern sogar zum dritten Tag in Folge Kursverluste zum Pfund Sterling. Analysten ordnen diese deutlichen Abwärtstendenzen des Dollar einer gesteigerten Risikobereitschaft und wachsendem Konjunkturoptimismus zu. Dies veranlasst die Anleger, in Währungen und Rohstoffe anzulegen, die höhere Erträge abwerfen und in dieser Woche einen Kursanstieg verzeichneten.
Einer der wichtigsten Indikatoren des gestrigen Handelstages waren die US-Arbeitslosenerstanträge. Auch wenn die Arbeitslosenquote geringer als befürchtet gestiegen ist, stützten die Zahlen den US-Dollar nicht. Ein Großteil der Anleger wartet heute zunächst weitere Daten ab, um Handelsstrategien zu bestimmen.

Wichtigster Indikator der US-Wirtschaft heute sind die US-Import- und Exportpreise für August um 14:30 Uhr. Anleger sollten ihr Augenmerk hauptsächlich auf diese Veröffentlichung richten. Sollten die Ergebnisse die Erwartungen übertreffen, könnte dies den USD kurzfristig in die Höhe treiben. Darüber hinaus wird um 22:45 Uhr eine Ansprache von US-Finanzminister Timothy Geithner erwartet. Die Marktteilnehmer gehen von einer hohen Dollar-Volatilität im Anschluss an diese Rede aus. Anleger sollten demnach die Bewegungen der US-Währung nicht aus den Augen verlieren, nach denen sich die Tendenzen zum kommenden Wochenauftakt bestimmen lassen.

EUR/USD Kurspaar auf Jahreshoch

Der EUR kletterte gestern gegenüber dem US-Dollar auf neue Höchststände, nachdem sich Kursgewinne an den US-Aktienmärkten ergaben und die Rohstoffpreise stark anzogen. Die Gemeinschaftswährung der 16 Nationen notierte dementsprechend bei 1,4612 zum USD und markierte somit einen neuen Rekord für 2009. Der EUR blieb überwiegend unverändert gegenüber dem CHF und schloss hier um die Marke von 1,5140.
Der EUR stand am gestrigen Handelstag unter dem Einfluss steigender globaler Aktienmärkte sowie eines bärischen US-Dollar. Der deutliche Anstieg der Aktienmärkte veranlasste USD-Anleger, wieder vermehrt in EUR zu investieren. Am Donnerstag orientierten sich die Marktteilnehmer verstärkt an risikoreichen und gewinnträchtigen Positionen.

Größte Triebkraft unter den Hauptwährungen war jedoch das Pfund Sterling, das angesichts eines sich in Großbritannien allgemein verbreitenden Optimismus in Bezug auf die UK-Wirtschaft und den Finanzsektor, in die Höhe schnellte. Englands Notenbank entschied sich erwartungsgemäß dazu, ihren historisch niedrigen Zinssatz von 0,50% unverändert zu belassen. Bereits zum ersten Quartal dieses Jahres hatte die BoE ihre Leitzinsrate auf das jetzige Rekordtief gesenkt und den Ankauf von Staats- und Unternehmensanleihen festgelegt. Einigen Konjunkturberichten zufolge scheint sich ein aufhellender Konjunkturausblick für Englands verarbeitende Industrie zu ergeben. Die Produktion stieg hier im Vergleich zum Vormonat um 0,9 Punkte im Juli an. Dies war der deutlichste Anstieg seit Januar 2008.

Wichtigster Index der Eurozone heute wird aus Großbritannien veröffentlicht: die Erzeugerpreise für August (Output-Basis) um 10:30 Uhr. Experten erwarten eine Ergebnissteigerung im Vergleich zur vorherigen Lesung. Anleger sollten hier aufmerksam bleiben. Sollten die Ergebnisse die Erwartungen übertreffen, könnte dies den GBP kurzfristig weiter stärken.

Yen mit großen Gewinnen gegenüber US-Dollar

Der Kurs des japanischen Yen stieg am Donnerstag gegenüber einem Großteil der Hauptwährungen an und bewies damit, dass der JPY für den Augenblick stabil ist und Anleger sich hier auf konstante Gewinne verlassen können. Dabei weitete der Yen seine Kursgewinne zum US-Dollar auf 91,40 aus, nachdem viele Investoren ihre USD-Anlagen verkauften. Der JPY verzeichnete ebenfalls zinsbullische Tendenzen gegenüber dem EUR und schloss hier bei 133,60.

Händler sind über den jüngsten JPY-Kursanstieg mittlerweile besorgt, da dieser die Wettbewerbsfähigkeit japanischer Produkte im Ausland mindert und somit dem Verkaufswert schadet. Die zuvor erreichten kontinuierlichen Kursgewinne gegenüber dem US-Dollar, lassen sich im Grunde aus der Rückführung von Einnahmen in Übersee durch japanische Unternehmen in die regionale Wirtschaft herleiten. Nutznießer dieser Marktentwicklungen ist erwiesenermaßen der JPY. In Asien wird darauf verwiesen, dass Investoren sowohl Dollar wie auch Euro gegenüber der heimischen Währung verkaufen.

Ölpreis steigt aufgrund rückläufiger Lagerbestände

Der Ölpreis weitete seinen Kursanstieg am Donnerstag zum vierten Tag in Folge bis auf $72,30 pro Barrel aus. Das Department of Energy (DoE) teilte am Donnerstag mit, dass die US-Rohöllagerbestände unerwartet kräftig zurückgegangen sind. Darüber hinaus hatte die OPEC bei ihrem Treffen in dieser Woche bekannt gegeben, dass die Organisation ihre Ölförderquote unverändert belassen wird. Dementsprechend zogen die Ölpreise gestern erneut an und kletterten um 31 Cent auf $72,24 pro Barrel.

Seit vergangenem Donnerstag ist der Rohstoff mittlerweile um insgesamt 6% in die Höhe geklettert.
Die Marktteilnehmer erwarten jedoch, dass der Rohölbedarf wieder steigen wird, sobald die Rezession ihren Tiefstand vollständig erreicht. Dadurch treiben sie die Ölpreise in die Höhe. Voraussichtlich wird sich der zinsbullische Trend der Ölpreise auch in der kommenden Woche fortsetzen, der damit weitere Anzeichen dafür gibt, dass sich die führenden Industrienationen auf Erholungskurs befinden.

Zuletzt aktualisiert am Montag, 14. September 2009 um 22:16 Uhr
 

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