| Europa und Kanada bestimmen den Devisenmarkt |
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| Dienstag, 08. September 2009 um 22:20 Uhr |
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Heute wird es im Devisenhandel voraussichtlich noch ruhig um den USD bleiben. Da keine bedeutenden Konjunkturdaten aus den USA veröffentlicht werden, ist es wahrscheinlich, dass übrige Hauptwährungen wie GBP, EUR und CAD die heutigen Markttrends bestimmen. Anleger sollten diese im Laufe des Handelstages gut im Auge behalten. Dollar fällt aufgrund Labor Day Feiertag Der US-Dollar rutschte im gestrigen Handel in seinem Wert gegenüber einer Reihe der Währungs-Crosse ab. Die US-Märkte blieben gestern aufgrund eines gesetzlichen Feiertags geschlossen. Der Labor Day belastete die amerikanische Währung mit einem Minimum an Marktaktivität, die insgesamt Kursverluste verzeichnete. Zu früher Handelsstunde näherte sich der USD zunächst einem 2-Wochen-Hoch gegenüber dem Britischen Pfund. Diese Entwicklung ergab sich, nachdem der US-amerikanische Nahrungsmittelhersteller Kraft Foods erklärte, den britischen Süßwarenkonzern Cadbury übernehmen zu wollen. Trotz geringem Handelsvolumen am Montag, blieb die Risikobereitschaft verhältnismäßig hoch. Gewinnträchtige Währungen waren in den Augen der Marktteilnehmer nach wie vor attraktiv. Der Dollar-Index fiel am gestrigen Handelstag insgesamt um 0,2% auf 78,00. Zu Handelsschluss notierte das Paar EUR/USD unverändert bei 1,4332. Positive Konjunkturdaten bestimmen EUR-Handel Der EUR-Handel stand am Montag stark unter dem Einfluss des überraschenden Ergebnisses des deutschen Auftragseingangs im Juli. Dieser ist zum fünften Monat in Folge und im Vergleich zum Vormonat um saison- und preisbereinigt 3,5% gestiegen. Die Daten stärken das Anlegervertrauen in Europas größter Wirtschaftsnation. Insgesamt zogen gestern vorrangige Leitindizes der west-europäischen Märkte an. Der deutsche DAX kletterte um 1,5% in die Höhe, während Englands FTSE 100 Index um 1,7% zulegte. Trotz positiver Konjunkturdaten befindet sich Deutschlands Wirtschaft nach wie vor weit entfernt von ihrer erwünschten und zuvor erreichten Wirtschaftsstärke. Das jüngste Treffen der G20 brachte zumindest teilweise das Vertrauen in die europäische Währung zurück. Zum dritten Tag in Folge verzeichnete der EUR gegenüber dem Britischen Pfund Kursgewinne. Das Währungspaar kletterte um 30 Punkte auf 0,8777 nach oben. Dies war überwiegend auf die deutschen Industriedaten zurückzuführen, die den EUR gegenüber seinen Währungspaaren Antrieb verliehen. EUR/USD beendete den Handelstag unverändert bei 1,4232. Dabei spielte der US-Feiertag Labor Day, an dem in den USA sämtliche Märkte geschlossen blieben, eine entscheidende Rolle. Das Cross GBP/USD stieg zu früher Handelsstunde zunächst deutlich an, notierte jedoch am Ende des Tages um 60 Punkte weniger bei 1,6343. Insgesamt rutschte der GBP gestern aufgrund steigender Kurse an den Aktienmärkten ab. Einige wichtige Konjunkturdaten stehen heute auf der europäischen Wirtschaftsagenda, die den EUR- und GBP-Kurs angeben werden - 10:30 Uhr England: Industrieproduktion (Juli), 12:00 Uhr Deutschland: Produktion im produzierenden Gewerbe (Juli), saisonbereinigt sowie das Nationale Verbrauchervertrauen in England im weiteren Tagesverlauf. Voraussichtlich werden sich die Montagstrends heute generell fortsetzen. Die Volatilität wird sich dabei möglicherweise um einiges steigern. Jetzt Ihre EUR- GBP- und CHF-Positionen zu eröffnen, könnte sich noch heute auszahlen. JPY verzeichnet voraussichtlich Kursverluste Zum EUR fiel Japans Währung am gestrigen Handelstag auf ihr tiefstes Level in dieser Woche. Schlussendlich notierte das Cross EUR/JPY niedriger und rutsche um 30 Punkte auf 133,18 ab. Experten erwarten weitere Abwärtstendenzen der japanischen Währung in den kommenden Tagen aufgrund der ansteigenden Aktienmärkte. Dies wird voraussichtlich die Nachfrage nach JPY als Safe-Haven-Währung reduzieren. Bereits am Montag konnten derartige Kursbewegungen gegenüber AUD und NZD beobachtet werden. Mittlerweile führt der Wahlsieg der demokratischen Partei in Japan zu Mutmaßungen unter den Investoren, nach denen sich für JPY angesichts der neuen Regierungssituation Abwärtstendenzen einstellen könnten. Viele Anleger befürchten, dass die unerfahrene Regierungspartei Steuersätze zunehmend erhöhen sowie der Lage finanz- und währungspolitisch nicht gewachsen sein könnte. Der JPY sieht möglicherweise einem nachhaltigen Abwärtstrend ins Auge. Rohölpreise mit Blick auf das OPEC-Treffen Unverändert notierte Rohöl gestern bei $68,12 pro Barrel, was überwiegend auf die geschlossenen US-Märkte am Montag zurückzuführen war. Sowohl auf den Devisen-, als auch Rohstoffmärkten herrschte gestern durchgängig niedrige Volatilität. Des Weiteren schichteten viele Investoren ihre Rohöl-Anlagen in Aktien um, nach dem der Aktienkurs des Süßwarenherstellers Cadburys, angesichts des Übernahmeangebots durch den zweitgrößten Lebensmittelkonzern Kraft Foods, am Montag um fast 40% nach oben schnellte. Am Mittwoch, den 9. September wird die OPEC ihr nächstes Treffen in Wien abhalten. Laut Kuwaits Ölminister Sheikh Ahmed Al-Sabah wird die Organisation erdölexportierender Länder ihre Fördermenge bei 24,845 Mio. Barrel konstant halten. Während das Handelsvolumen heute voraussichtlich wieder seinen regulären Umfang erreichen wird, werden die Kursschwankungen für Rohöl zunehmen. Rohöl-Anleger sollten ihren Fokus zum einen auf das für morgen angesetzte OPEC-Treffen richten und gleichzeitig den USD-Kurs nicht aus den Augen verlieren. |
| Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 09. September 2009 um 22:24 Uhr |
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