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US-Arbeitsmarktentwicklungen „Non-Farm Employment Change“ bestimmen heutigen Dollar-Trend Drucken E-Mail
Freitag, 04. September 2009 um 22:15 Uhr

Um 14:30 Uhr werden heute die US-Arbeitsmarktdaten (August) für die Beschäftigung exklusive des Agrarbereichs veröffentlicht, die den wichtigsten Marktindikator des Handelstages darstellen und dementsprechend hohe Kursschwankungen auslösen könnten. Weiteres wichtiges Ereignis ist das G-20-Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs in London sowie die aktuelle US-Arbeitslosenquote, deren Veröffentlichung ebenfalls für 14:30 Uhr angesetzt ist. Um gegenwärtig hohe Gewinne zu erzielen, eröffnen Sie Ihre Positionen für die Hauptwährungen jetzt, noch bevor der Handelstag ins Rollen kommt.

Dollar bei Kursverlusten vor US-Arbeitsmarktdaten

Der US-Dollar verzeichnete am Donnerstag einen minimalen Kursabfall zum EUR, als Anleger ihre Positionen im Vorfeld der für heute erwarteten US-Arbeitsmarktdaten kürzten. Zum Britischen Pfund rutschte der USD auf ein neues Wochentief ab.

Dem vorausgegangen war ein US-Regierungsbericht, nach dem ein im Vergleich zum vergangenen Monat nachlassender US-Stellenabbau prognostiziert wurde, was die Attraktivität des Dollars als Zufluchtswährung minderte und gleichzeitig an der Kursstärke des Dollars zehrte. Der USD wurde gestern schließlich bei $1,6323 pro Pfund von zuvor $1,6275 gehandelt, nachdem zwischenzeitlich ein Stand von $1,6413, niedrigstes Niveau seit dem 25. August, erreicht wurde.

Zum japanischen Yen baute die amerikanische Währung ihre Gewinne rasch aus, nachdem das US-Institut für Versorgungsmanagement (ISM) erklärte, dass der ISM-Index für US-Dienstleister im August auf 48,4 Punkte gestiegen ist. Im Juli lag der Index noch bei 46,4 Punkten. Die US-Währung beendete den Handel bei 92,58 Yen, zuvor 92,28 Yen, und markiert zur vierten Woche in Folge und damit der längsten Zeitspanne seit Dezember, Verluste.

Mit Spannung erwarten die Marktteilnehmer heute die US-Arbeitsmarktdaten, NF-Payrolls, die ihren Einfluss auf die US-amerikanische Währung nehmen werden. Experten erwarten eine Verbesserung der Zahlen im Vergleich zu ihrer Vormessung. Viele Anleger verlassen sich jedoch auf diese Prognose nicht. Sollte das Ergebnis enttäuschen, könnte sich erneute Risikoaversion einstellen, die letzten Endes dem US-Dollar neuen Aufschwung verleiht. Ein positives Resultat könnte als Zeichen relativer wirtschaftlicher Stärke gedeutet werden und den Dollar ebenfalls in die Höhe treiben. Sollten Händler wieder mutiger werden und sich ihre Risikobereitschaft steigern, könnten sich Investitionen in Rohstoff- und gewinnbringende Anlagen wiederum auf Kosten des USD erhöhen.

EUR-Kursverluste gegenüber Dollar nach Trichet-Ansprache

Der EUR gab frühe Gewinne gegenüber einem Großteil seiner Gegenwährungen wieder ab, nachdem die EZB zuvor ihren niedrigen Leitzins unverändert bei 1,0% gelassen hatte. EUR/USD rutschte gestern zu Handelsschluss bis auf $1,4250, nachdem die Rate noch im Tagesverlauf ein Hoch bei $1,4346 erreichte. Der Chef der Europäischen Zentralbank, Jean Claude Trichet, warnte in einer an die Ratssitzung zum Hauptrefinanzierungssatz anschließenden Pressekonferenz vor übertriebenem Optimismus.

Unterdessen markierte die europäische Gemeinschaftswährung ihren ersten wöchentlichen Kursabfall gegenüber dem Britischen Pfund. Eine Entwicklung, die zuletzt am 7. August zu beobachten war. Trichet konkretisierte, dass die EZB, obwohl der tiefste Konjunktureinbruch in der Geschichte der Euro-Zone beendet sei, mit einer Zinserhöhung warten werde, bis sich die wirtschaftliche Situation im Euroraum nachhaltig gebessert hat. Das Britische Pfund konnte gestern deutlich an Boden gutmachen, nachdem Konjunkturdaten verdeutlichten, dass sich der UK-Dienstleistungsbereich schneller erhole, als noch im vergangenen Monat erwartet wurde. Die Nachricht brachte das Währungspaar GBP/USD am Donnerstag bis auf die Marke von $1,643.

Grundsätzlich denken die Notenbanker um Trichet noch nicht an ein Ende der Niedrigzinspolitik. Darüber hinaus will die EZB den Banken wie geplant zu Monatsende erneut unbegrenzt Liquidität zum Leitzins zur Verfügung stellen. Händler deuteten an, dass die Investoren von einer Erholung der Wirtschaft noch nicht vollständig überzeugt wären und daher wieder Dollar kauften. Dennoch notierte der EUR bei $1,4260, ein Level, dass sich bis zur Veröffentlichung der heutigen US-Arbeitsmarktdaten halten sollte.

Yen baut 7-Wochen-Hoch ab

Japans Yen verbuchte am Donnerstag gegenüber 14 der 16 Hauptwährungen Kursverluste. Die Marktteilnehmer befürchteten eine Fortsetzung der steigenden Aktienmärkte in Asien, was überraschend die Nachfrage nach gewinnträchtigen Anlagen stärkte. Der JPY gab dementsprechend gegenüber dem US-Dollar nach. Die hohen Aktienkurse, unter anderem an den China-Börsen, veranlassten Investoren dazu, ihre JPY-Anlagen zu drosseln.

Die japanische Währung könnte heute zum zweiten Tag in Folge gegenüber dem EUR abrutschen, da im September auslaufende NIKKEI-225-Termingeschäfte gestern in New York bei 10.235, höher als in Osaka bei 10.230, schlossen.

Ölpreis aufgrund OPEC-Treffen unter Druck

Rohöl beendete einen volatilen Handel am Donnerstag ohne Kursgewinne, nachdem Investoren auf wöchentliche Arbeitsmarktdaten reagierten. Der Preis stabilisierte sich um $68,12 pro Barrel. Obwohl Konjunkturdaten aus dem US-Dienstleistungs- und Einzelhandelssektor verdeutlichten, dass sich die wirtschaftliche Lage erholt, belasteten enttäuschende Arbeitsmarktdaten die Stimmung der Marktteilnehmer und deren Optimismus. Darüber hinaus mutmaßen Investoren über erhöhte Produktionsmengen durch große Erdölförderer. Die OPEC soll die Fördermengen bei ihrem nächsten Treffen am 9. September in Wien jedoch unverändert belassen.

Seit Anfang August wird Rohöl innerhalb einer Spanne zwischen $65 und $75 pro Barrel gehandelt und unterliegt dabei hohen Kursschwankungen. Aktuell ist für den Ölpreis keine eindeutige Ausrichtung erkennbar. Tendenziell verfügt die Abwärtstendenz dieser Woche über weiteres Potenzial. Analysten zufolge wird der Preis die derzeitige Handelsspanne erst einmal nicht überwinden.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 06. September 2009 um 22:19 Uhr
 

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