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US-Arbeitslosenanträge bestimmen heute USD-Kurs Drucken E-Mail
Donnerstag, 03. September 2009 um 22:19 Uhr

Die um 14:30 Uhr erwarteten US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe der Woche werden den USD-Trend am heutigen Handelstag bestimmen. Weitere Konjunkturdaten, die den Devisenhandel, insbesondere für USD und EUR vorantreiben könnten sind: Englands Einkaufsmanagerindex des nicht-verarbeitenden Gewerbes für August um 10:30 Uhr, das Ergebnis der Ratssitzung um den Hauptrefinanzierungssatz der Europäischen Zentralbank (EZB) um 13:45 Uhr sowie der US-ISM-Index des nicht-verarbeitenden Gewerbes für August um 16:00 Uhr. Verpassen Sie die heutigen Handelsgelegenheiten nicht. Eröffnen Sie jetzt Ihre USD-, EUR-, GBP- und AUD-Positionen.

USD-Schlappe durch Marktunsicherheit

Der US-Dollar rutschte gestern geringfügig in seinem Wert ab. Nachdem EUR/USD einige am Dienstag erzielte Gewinne gestern wieder abtrat, erreichte das Währungspaar die Marke von 1,4300, nachdem sich das Tempo der wirtschaftlichen Erholung jüngst verlangsamt.

Der EUR folgte diesem Beispiel. Ähnliche Bewegungen konnten in Hinsicht auf das Britische Pfund beobachtet werden, dessen Kurs zu später Handelsstunde gestern bis auf die Marke von 1,6300 abrutschte.

Die derzeitige Konjunkturerholung scheint sich nicht in dem von vielen Investoren erhofften Tempo zu vollziehen. Die Hauptwährungen passen sich als Ergebnis dessen an die Entwicklung der Aktienmärkte an. Während die wirtschaftliche Erholung zwischen positiven und negativen Konjunkturdaten hin- und herschwankt, leidet die Risikobereitschaft der Marktteilnehmer, die sich mittlerweile wiederholt auf den JPY konzentrieren. Zweifelsohne werden die für heute und morgen angekündigten Fundamentaldaten ein hohes Handelsvolumen sowie Kursschwankungen hervorrufen. Anleger erwarten bereits mit Spannung die Ergebnisse der wichtigen Indizes, um Wachstumsprognosen für Europa und das Ausmaß an Erwerbslosigkeit in den USA besser einschätzen zu können.

Am heutigen Handelstag sollten Händler die folgenden 3 Währungen nicht aus den Augen verlieren: AUD, EUR und USD. Zu früher Handelsstunde veröffentlichte Australien bereits die Handelsbilanz für den Monat Juli, die deutlich schlechter als prognostiziert ausfiel und dem AUD leichten Abwärtsdruck verleiht. Außerdem wir die Europäische Zentralbank heute ihr Ergebnis der Ratssitzung zum Hauptrefinanzierungssatz ausgeben. Hier ist mit anschließender Volatilität zu rechnen. Einen ersten Eindruck vom für morgen angesetzten „Non-farm Payroll“-Bericht erwartet die Marktteilnehmer mit der heutigen Ausgabe der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe der Woche aus den USA. Auf USD-Anleger wartet somit ein aufregender Tag. Lassen Sie sich diesen günstigen Handelszeitpunkt nicht entgehen.

Eurozonen Hauptrefinanzierungssatz um 13:45 Uhr

Während der EUR gestern Kursgewinne gegenüber dem USD verzeichnete, ergaben sich zu GBP und Yen Verluste. Die europäische Währung schloss bei 1,4300 zum USD, bei 0,8750 zum Pfund Sterling und bei 131,30 zum japanischen JPY.

Die Tendenzen des EUR der letzten Tage spiegeln die Bewegungen an den Aktienmärkten wieder. Ein Großteil der Fundamentaldaten stellte jedoch keine deutlichen Signale hinsichtlich einer zukünftigen Marktausrichtung in Aussicht. Entsprechend den globalen Aktienmärkten, die sich ihren Weg langsam in Richtung positiven Zuwachsraten bahnen, macht auch der EUR sukzessive Boden gegenüber seinen Gegenwährungen gut. Dessen ungeachtet gerät der JPY als Safe-Haven-Währung, angesichts des derzeitigen Mangels an Optimismus, im Vergleich zu seinen Währungs-Crossen kontinuierlich in Schwung.

Für EUR-Händler ist und bleibt die wichtigste Veröffentlichung heute das Ergebnis der Ratssitzung zum Hauptrefinanzierungssatz der Europäischen Zentralbank (EZB), das potenzielle Hinweise auf wirtschaftliche Wachstumsprognosen für die nächsten 6 Monate in der Region geben könnte. Eine Zinserhöhung jeglicher Art innerhalb des nächsten halben Jahres könnte möglicherweise neuen Optimismus unter den EUR-Händler auslösen.

Yen profitiert weiterhin von Risikoaversion

Auf der Höhe seines aktuellen zinsbullischen Trends verzeichnet der Yen jüngst deutliche Kursgewinne und profitiert dabei von der sich verstärkenden Risikoaversion der Marktteilnehmer. Die sich verbreitende Unsicherheit unter den Anlegern veranlasst diese, selbst ein mäßiges Risiko zu meiden und in „sichere“ Yen-Anlagen zu investieren. Dies erklärt die aktuellen Aufwärtstendenzen der japanischen Währung.

Ob und wie lange dieser Trend anhalten wird, könnte sich heute und morgen mit der Veröffentlichung wichtiger Fundamentaldaten aus Europa und den USA abzeichnen. Die EZB beispielsweise berichtet heute nicht nur über ihren Hauptrefinanzierungssatz, sondern ebenfalls über Wachstum und Inflation in der Eurozone. Die an die Ratssitzung angeschlossene Pressekonferenz nimmt stets Einfluss auf die Märkte. Möglicherweise können Marktteilnehmer bereits kurze Zeit nach den EZB-Nachrichten das Währungspaar EUR/JPY bei einer aufwärts gerichteten Preiskorrektur beobachten. Auch die Arbeitsmarktzahlen aus den USA könnten dem Währungspaar USD/JPY eine Trendwende bescheren. JPY-Händler sollten sich heute auf hohe Kursschwankungen gefasst machen.

Rohstoff-Anlagen gewinnen - Ölpreis bleibt niedrig

Im Gegensatz zum Goldpreis, verzeichnete Rohöl gestern zur Eröffnung der US-amerikanischen Märkte um 14:30 Uhr keine zinsbullischen Tendenzen. Sobald die Märkte in New York öffneten, ergaben sich leichte Abwärtsbewegungen für den USD gegenüber dem EUR, während die Aktienmärkte minimal anstiegen. Gleichzeitig kletterte der Preis für Edelmetalle wie Gold und Silber sprunghaft in die Höhe, während sich der Ölpreis weitgehend unverändert um die $68-Marke bewegte.

Bei den vielen täglichen Marktveröffentlichungen sehen Anleger oft über die Handelsmöglichkeiten mit Rohstoff-Anlagen hinweg. Rohöl gilt in der Regel als Anlageform mit viel Potenzial, da sich der Rohstoffpreis überwiegend bei dauerhaften Trends mit wenig Kursschwankungen bewegt. Somit bietet Rohöl eine verhältnismäßig sichere Investition als Hedge gegen eine drohende Inflation und unterliegt nicht der für Währungen typischen Volatilität. Der europäische Hauptrefinanzierungssatz und Amerikas Arbeitslosenanträge werden heute voraussichtlich ein hohes Handelsvolumen sowie Kursschwankungen auslösen. Demnach ist davon auszugehen, dass sich für Rohstoff-Anlagen ähnliche Entwicklungen ergeben werden. Lassen Sie sich diese Gewinnchancen als aktiver Forex-Händler nicht entgehen.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, 05. September 2009 um 22:25 Uhr
 

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