| Dollar profitiert von US-Konjunkturdaten - Händler erwarten heutige US-Arbeitslosenanträge |
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| Donnerstag, 27. August 2009 um 14:49 Uhr |
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Der US-Dollar machte am Mittwoch Boden gegenüber dem EUR und dem Britischen Pfund gut, nachdem der Bericht zum US-Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter sowie das Ergebnis der US-Neubauverkäufe die Erwartungen der Marktteilnehmer nicht enttäuschten. Der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter ist im Monat Juli überraschend stark gestiegen. Laut US-Handelsministerium, erhöhten sich die Aufträge gegenüber dem Vormonat um 4,9% und markierten somit den größten Anstieg in 2 Jahren. Investoren werden ihre heutigen Handelsstrategien auf den Bericht der US-Arbeitslosenanträge abstimmen. Dollar steigt angesichts Konjunkturerholung Der Dollar verbuchte gestern gegenüber einem Großteil seiner Gegenwährungen Kursgewinne, nachdem aktuelle Konjunkturdaten aus dem US-Wohnungswesen einen Hinweis auf eine Stabilisierung der Lage gaben. Das überraschend positive Ergebnis stützte die US-Währung. Seit geraumer Zeit stoßen Händler ihre Dollar-Anlagen aufgrund von wachsendem Marktoptimismus in den USA ab. Im Laufe des gestrigen Handelstages kletterte der USD gegenüber dem EUR jedoch um 50 Punkte in die Höhe und schloss bei 1,4249. Heute stehen einige wichtige Veröffentlichungen aus den USA auf der Agenda. Diese umfassen unter anderem die vorläufigen Zahlen zum US-BIP 2. Quartal, annualisiert sowie die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe der Woche, die beide um 14:30 Uhr ausgegeben werden. Anleger sollten ihr Augenmerk insbesondere auf diese Indizes richten. Sollten die Ergebnisse die Erwartungen sogar übertreffen, könnte dies den USD kurzfristig weiter stärken. Sollten die Daten die Prognosen jedoch enttäuschen, könnte es heute auf einen ziemlich bärenhaften Börsengang für den Dollar hinauslaufen. Gemischte Ergebnisse für EUR Der EUR beendete den gestrigen Handel bei gemischten Ergebnissen gegenüber seinen Hauptgegenwährungen. Die Währung der 16 Nationen erweiterte am Mittwoch ihre Gewinne gegenüber dem Pfund Sterling und wurde bei über $0,8775, angesichts eines umfassenden GBP-Verkaufs, gehandelt. Auch gegenüber dem CHF ergab sich für den EUR eine ähnliche Entwicklung. Dieses Paar kletterte bis zum Ende des Tages von 1,5185 auf 1,5220. Gegen den USD wiederum verlor der EUR an Boden und rutschte über 50 Punkte ab, um bei 1,4249 zu notieren. Ein wichtiger Indikator aus der Eurozone war gestern Deutschlands ifo-Geschäftsklimaindex. Deutschland, Europas stärkste Wirtschaftszone, spielt eine entscheidende Rolle im europäischen Raum. Dementsprechend stark ist die Auswirkung der Konjunkturzahlen in der Regel auf den EUR. Der Indikator stieg überraschend deutlich auf 90,5 im Monat August, nachdem er im Vormonat bei revidiert 87,4 notiert hatte. Analysten deuteten dieses Ergebnis als weitere positive Wachstumsüberraschung und erwarten, dass sich die Erholung bis in das kommende Jahr hinein fortsetzt. Die Konjunkturerwartungen in der Eurozone haben sich in den letzten Wochen aufgrund positiver Fundamentaldaten stark verbessert. Für den EUR werden trotz Volatilität der Nicht-EUR-Crosse erste Zeichen von Stabilität deutlich. Für EUR-Anleger ist es momentan von größter Bedeutung, die Zeichen der Wirtschaftsindikatoren aus den USA, Europa und Japan richtig zu deuten, um Investitionen korrekt zu tätigen. Japans Yen setzt zinsbullischen Trend fort Japans Yen verzeichnete gestern zum zweiten Tag in Folge Kursgewinne gegenüber dem EUR. Unter den Marktteilnehmern verbreitet sich die Sorge um eine Verzögerung der globalen Wirtschaftserholung. Diese richteten ihren Fokus auf die „Safe-Haven-Währung“ JPY. Zum Britischen Pfund kletterte der Yen bis auf ein 5-Wochen-Hoch, nachdem das enttäuschende Ergebnis der japanischen Handelsbilanz im Juli die Marktteilnehmer dazu veranlasste, risikoreichen Anlagen den Rücken zuzukehren. Die Aussichten für die japanische Wirtschaft bleiben nach wie vor ungewiss, angesichts des verstärkten Exportrückgangs des Inselstaates im Monat Juli. Allem Anschein nach ist die lange Durststrecke der zweitgrößten Volkswirtschaft noch nicht zum Ende gekommen. Der Export fiel um 36,5% im Vergleich zum Vorjahr und markierte einen stärkeren Rückgang als im Vormonat. Ölpreis fällt um 1,4% angesichts US-Lagerbestände Der Ölpreis fiel gestern um 1,4%, bzw. $1,00, nachdem das Departement of Energy einen Anstieg der US-Lagerbestände meldete. Dieser fiel jedoch moderat aus. Die Vorräte, ausgenommen der strategischen Mineralölreserve, seien in der Woche zum 21. August um 200.000 Barrel angestiegen hieß es. Der Ölpreis rutschte des Weiteren aufgrund von Mutmaßungen ab, nach denen die Volksrepublik China ihre industriellen Investitionen zurückschrauben will und somit auch die Nachfrage des zweitgrößten Energienutzers nachlassen könnte. China ist jedoch Nettoexporteur von energieintensiven Produkten wie Zement und Stahl. Der rückläufige Energieverbrauch als Leitindikator für die Konjunkturentwicklung in China ist demnach nicht ausreichend. Einige Analysten sehen den Fehlschlag der Überwindung der $75-Marke als Zeichen dafür, dass der Ölpreis seinen Höhepunkt bereits überschritten hat. Die weltweite Nachfrage nach Öl ist angesichts der globalen Konjunkturlage nach wie vor flau und die Anhaltspunkte einer breiten gesamtwirtschaftlichen Erholung eher undurchsichtig. |
| Zuletzt aktualisiert am Montag, 31. August 2009 um 14:56 Uhr |
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