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US- Zahlen zum Verbrauchervertrauen bestimmen den heutigen Trend Drucken E-Mail
Dienstag, 25. August 2009 um 22:29 Uhr

Die für heute angesetzte Veröffentlichung der US-Zahlen zum Verbrauchervertrauen wird den Handel zwischen dem Dollar und seinen Hauptgegenwährungen bestimmen. Des Weiteren werden weitere wichtige Konjunkturdaten ihren Einfluss auf den Devisenmarkt nehmen, wie beispielsweise die Zahl der Hypothekenanträge des britischen Bankenverbands BBA um 10:30 Uhr. Die Ergebnisse der heutigen Indizes werden den Ton für den USD-Trend zur Wochenmitte angeben.

US-Dollar gewinnt gegenüber den meisten Gegenwährungen

Der Dollar erholte sich am Montag gegenüber einigen Hauptwährungen von seinen vorherigen Abwärtstendenzen, nachdem die Zentralbanken einiger führender Industrienationen bekannt gaben, dass sie ihre Zinsraten niedrig halten wollten.


Einige Analysten gehen mittlerweile davon aus, dass sich die Erholung der US-Wirtschaft mit der Zeit positiv auf die Währung der Nation auswirken wird und das derzeitige inverse Verhältnis, ausgelöst durch die Kreditkrise, nach dem negative Konjunkturdaten einen Kauf des „Safe-Haven-Dollar“ auslösten, ein Ende findet. Genau dieses Verhältnis bremste am Montag die Dollar-Kursgewinne.

Zum EUR und Yen machte die US-Währung gestern ebenfalls an Boden gut, nachdem zuvor erreichte Kurssteigerungen an der Wall Street wieder abgetreten wurden und Investoren ihre Anlagen im Vorfeld der in dieser Woche anstehenden US-Verbraucher- und Immobiliendaten neu positionierten. Stabile US-Daten sowie eine optimistische Einschätzung der Wirtschaftslage durch US-Notenbank-Chef Ben Bernanke am Wochenende, veranlasste die Marktteilnehmer, gewinnträchtige Investitionen zu Lasten der risikoarmen Währungen Yen und Dollar vorzunehmen.

Pfund Sterling unter Druck - 11-Wochen-Tief gegenüber EUR

Zuvor erreichte Kursgewinne des EUR zum Dollar wurden gestern wieder ausgeglichen, nachdem die Rendite für Bundesanleihen weiter zurückging und die Europäische Zentralbank (EZB) vor einem allzu großen Optimismus im Euroraum warnte. Auch zum japanischen Yen ergab sich eine Trendwende, nachdem die Zahl der Industrieaufträge in der Eurozone überraschend stark angestiegen war.

Bereits der Einkaufsmanagerindex (Eurozone) der vergangenen Woche hatte die Erwartungen der Investoren übertroffen. Die Marktteilnehmer erwarten in dieser Woche mit Spannung Deutschlands Ifo-Geschäftsklimaindex, der als einer der wichtigsten Indikatoren der kommenden Tage gilt.

Das Britische Pfund verbuchte gestern Kursverluste gegenüber 16 der 14 meist gehandelten Währungen. Dem vorausgegangen waren Mutmaßungen, nach denen Englands Notenbank die Renditen für britische Staatsanleihen drücken könnte und UK-Anlagen für ausländische Investoren dementsprechend an Attraktivität abnahmen. Das Pfund Sterling erreichte gestern ein 11-Wochen-Tief gegenüber dem EUR und rutschte um 0,6% auf das niedrigste Level seit dem 8. Juni ab. Analysten zufolge wurde der EUR dabei bis über die wichtige Options-Grenze von 87 Pence geschoben, was den Boden für weitere Kursgewinne des Paares bereite. Die Marktteilnehmer sind der Meinung, dass die anhaltende Niedrigzinsphase die britische Währung belaste.

Yen steigt bei fallenden Aktienkursen

Japans Yen schloss am Dienstag deutlich fester im Vorfeld der Daten zum US-Immobilienmarkt. Dabei hat die Börse in Tokio in Folge von Gewinnmitnahmen schwächer geschlossen. Anleger versuchen derzeit Sicherheit über die Stärke der wirtschaftlichen Erholung zu gewinnen. Die japanische Währung mit niedrigen Renditen tendiert in der Regel dazu, Kursgewinne zu verbuchen, sobald Aktien und gewinnbringende Währungen fallen oder schwache Konjunkturdaten unter den Marktteilnehmern Unsicherheiten in Bezug auf eine globale Erholung der Wirtschaftslage aufkommen lassen.

Des Weiteren stieg der JPY in seinem Kurs gegenüber den 16 Hauptwährungen, nachdem die in Atlanta ansässige amerikanische Regionalbank SunTrust, erklärte, dass sie mögliche zusätzliche Verluste für US-amerikanische Kreditinstitute befürchte, nachdem ein deutlicher Rückgang von Gewerbeimmobilien ausgewiesen wurde. Nach wie vor stellt der Ausfall von Hypotheken für viele US-Kreditinstitute ein Problem dar. Erst am Wochenende mussten erneut einige US-Regionalbanken Gläubigerschutz anmelden.

Rohöl klettert aufgrund Konjunkturoptimismus auf 10-Monats-Hoch

Der Ölpreis kletterte am Montag kurzfristig auf ein 10-Monats-Hoch, nachdem ein neu entfachter Konjunkturoptimismus die Energiepreise in die Höhe trieb. Die Gewinne ergaben sich konkomitierend mit der Wall Street, die zunächst deutlich ins Plus drehte.

Die Rohstoff-Märkte richten sich bereits seit Monaten nach den Aktienkursen. Der Aktienmarkt ist für Investoren schon längst ein Schlüsselindikator für wirtschaftliche Leistung. Die Organisation Erdöl exportierender Staaten (Opec) macht für diese Entwicklung Hedge-Fonds und Spekulanten verantwortlich.

Zuvor erreichte Kursgewinne für Rohöl wurden bereits zum Nachmittag wieder abgebaut, nachdem die US-Aktienmärkte nachgaben. Experten zufolge könnte sich für den Rohöl-Markt, angesichts der anhaltenden Nachfrageschwäche sowie dem reichlichen Angebot bereits in naher Zukunft eine deutliche Abwärtsbewegung ergeben. 

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 25. August 2009 um 22:32 Uhr
 

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