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| USD-Volatilität aufgrund US-Hausverkäufen und Bernanke-Ansprache |
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| Freitag, 21. August 2009 um 14:26 Uhr |
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Die Marktteilnehmer erwarten für heute einen volatilen US-Dollar, angesichts der bevorstehenden US-Immobiliendaten und einer um 16:00 Uhr angesetzten Ansprache von US-Notenbankchef Ben Bernanke. Bernanke wird eine Rede zum Thema Wirtschaftskrise und -Erholung halten. Bei der Zahl der US-Verkäufe bestehender Häuser gehen die Experten von einem Anstieg auf 5,03 Mio. aus. Bei der letzten Messung lag das Ergebnis bei 4,89 Mio. Forex-Anleger sollten diese beiden Indikatoren gut im Auge behalten. Sie werden die Haupt-Crosse des USD zum Freitagshandel bestimmen. Positive Konjunkturdaten lasten auf US-Dollar Der Dollar verzeichnete gestern gegenüber einem Großteil seiner Gegenwährungen Kursverluste, nachdem an den US-Aktienmärkten, angesichts überraschend positiver Konjunkturdaten, ein deutlicher Anstieg zu beobachten war. Weiterer Einflussfaktor auf den USD war der Bericht der Notenbank von Philadelphia, der eine überraschende Expansion für das Verarbeitende Gewerbe markierte. Eine solche Entwicklung wurde zum ersten Mal in diesem Jahr deutlich und stützt die Erwartung der Experten auf eine schnelle Wirtschaftserholung. Darüber hinaus kletterte der Index des Conference Boards um 0,6% im Monat Juli und markierte zum vierten Mal in Folge eine Steigerung. Der Dollar-Index wurde bei 78,331 gehandelt, von zuvor 78,485. Der Dollar könnte seinen Abwärtstrend auch für heute fortsetzen, da Analysten davon ausgehen, dass sich das Ergebnis der US-Verkäufe bestehender Häuser im vergangenen Monat um 2,1% verbessern und somit einen Rekordstand seit September 2008 erreichen soll. Gleichzeitig mit dem Indikator US-Verkäufe bestehender Häuser für Juli ist eine Ansprache Ben Bernankes um 16:00 Uhr angesetzt. Anleger können von anschließenden volatilen Bewegungen auf dem Devisenmarkt ausgehen, die die bärischen Tendenzen des US-Dollar forcieren werden. EUR gewinnt mit Anstieg der Aktienkurse Der EUR baute seine Kursgewinne gegenüber dem Britischen Pfund im Vorfeld heutiger Konjunkturberichte aus dem Produktions- und Dienstleistungsbereichen in Europa weiter aus. Experten erwarten, dass der Sektor im aktuellen Monat in einem langsameren Tempo schrumpfe, als im Vormonat. Der EUR wurde heute Morgen bei $1,4250 (gestern $1,4254) gehandelt sowie bei 133,99 Yen von zuvor 134,26 Yen. Ein Anstieg der globalen Aktienmärkte fördert derzeit die Risikobereitschaft der Investoren und steigert die Nachfrage nach gewinnträchtigen Währungen wie USD und JPY sowie nach Rohstoff-Anlagen. Der jeweilige Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende / nicht-verarbeitende Gewerbe des Monats August aus Frankreich, Deutschland, und der Eurozone wird heute um 9:00, 9:30 und 10:00 Uhr ausgegeben. Angesichts der jüngst positiv ausgefallenen Ergebnisse in Hinsicht auf das BIP in Deutschland und Frankreich, könnten die Indizes Anzeichen für eine nachhaltige Konjunkturerholung liefern. Jeder einzelne Index wird großen Einfluss auf die europäische Währung nehmen. Yen gestärkt durch Kursverluste an Asiens Aktienmärkten Der JPY machte heute Morgen Boden gegenüber dem US-Dollar und dem EUR gut, nachdem Verluste an den asiatischen Aktienmärkten zu beobachten waren. Händler griffen auf Japans „Zufluchtswährung“ zurück. In Rezessionszeiten tendiert der Yen in der Regel zum Aufschwung, da der Handelsüberschuss Japans folglich die Attraktivität der Währung steigert. Der JPY verzeichnete leichte Gewinne gegenüber allen 16 Hauptwährungen. Dabei fiel der Nikkei 225 Aktienindex um 0,7%, während der MSCI Asia Pacific-Index um 0,2% abrutschte. Der Yen notierte gestern in New York bei 93,59 pro Dollar von zuvor 94,36. Japans Währung wurde bei 133,16 EUR von zuvor 134,22 EUR gehandelt. Da auch heute wieder keine bedeutenden Indikatoren auf der japanischen Wirtschaftsagenda stehen, wir der Yen voraussichtlich weiterhin von den Bewegungen an den globalen Aktienmärkten bestimmt werden. Ölpreis fällt trotz globalem Optimismus Rohöl beendete den gestrigen Handelstag bei $72,14 pro Barrel mit einem Rückgang von $1,64. Anleger sprachen von einem überbewerteten Rohstoffpreis. Entsprechend kehrten sie dem Rohstoff den Rücken zu und verlagerten ihre Investitionen auf noch risikoreichere Anlagen. Darüber hinaus schichteten einige Händler ihre Rohölanlagen in Aktien um, nachdem überraschend positive Zahlen aus dem Verarbeitenden Gewerbe Belege lieferten, dass die Rezession ein baldiges Ende findet. Der Ölpreis korrigierte sich demnach nach unten, nachdem die Marktteilnehmer in den vergangenen 2 Tagen deutliche zinsbullische Tendenzen beobachten konnten. Die anhaltende Nachfrageschwäche und der massive Bestandsabbau haben große Wirkung sowohl auf die Rohstoff-, als auch auf die Aktienmärkte. Experten werten dies als Indiz für eine bereits wieder anziehende US-Konjunktur. Am Mittwoch meldete das Department of Energy einen Rückgang der US-Rohölvorräte um 8,4 Millionen Barrel. Einen derart massiven Bestandsrückgang hat es am Ölmarkt lange nicht mehr gegeben. Sollten die Aktienmärkte heute wieder anziehen und der Dollar weiterhin Verluste verzeichnen, könnte neuer Aufschwung für den Ölpreis entstehen. |
| Zuletzt aktualisiert am Freitag, 21. August 2009 um 14:30 Uhr |
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