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Die Bewegungen auf den Devisenmärkten am vergangenen Freitag haben sich entweder intensiviert oder umgekehrt. Aus der US-Wirtschaft bleibt es heute überwiegend ruhig, da sich keine Veröffentlichung von Fundamentaldaten auf dem US-amerikanischen Wirtschaftskalender befinden. Das Gegenteil gilt für Großbritannien und die Eurozone, die heute jeweils eine Reihe von wichtigen Indikatoren ausgeben werden. Dementsprechend erwartet die Marktteilnehmer ein Handelstag erhöhter Volatilität bei einer geringen Liquidität. Händler können sich diese Kursschwankungen der kommenden Tage, die höher als gewöhnlich ausfallen, zu Nutze machen. Findet der Aufwärtstrend des USD ein Ende? Der am vergangenen Freitag veröffentlichte Bericht der US-Arbeitsmarktdaten zur Beschäftigung exklusive Agrar modifizierte die Devisenmärkte mit einem deutlichen Aufwärtstrend für den US-Dollar.
Der USD notierte zum Wochenende mit 1,4181 zum EUR, von einem zuvor erreichten Wochenhoch bei 1,4447. Die GBP/USD-Rate korrigierte sich dahingegen nach unten bis auf 1,6600. Beginnt der Dollar möglicherweise von positiven Wirtschaftsdaten zu profitieren? Es stellt sich demnach die Frage, ob Forex-Händler USD-Long-Positionen eröffnen sollten?
Dies wäre nicht zwangsläufig von Vorteil. Nach wie vor sind die meisten Analysten der Meinung, dass der USD mit einer zunehmenden Erholung der Wirtschaftslage, unweigerlich Kursverluste gegenüber seinen Gegenwährungen verzeichnet. Für die weltweit führende Safe-Haven-Investition USD ergibt sich demnach ein deutlicher Abstoß, während Händler ihre Dollar-Reserven in risikoreichere Anlagen zur Portfoliodiversifizierung umschichten. Die unmittelbare Reaktion der Devisenmärkte auf den US-Arbeitsmarktbericht am letzten Freitag, war ein deutlicher Kursanstieg für die US-amerikanische Währung. Die langfristige Entwicklung wird jedoch eine bärische sein, wie in den vorangegangenen zwei Wochen zu beobachten war.
Während einige Wirtschaftsexperten behaupten, dass sich eine Erholung der allgemeinen Konjunkturlage bereits früher abzeichnete, und der USD entsprechend positiv auf die günstige gesamtwirtschaftliche Entwicklung reagiert, dürfte vielmehr das Gegenteil der Fall sein. Wahrscheinlicher ist die Annahme, dass globale Investoren, den Rückgang der US-Arbeitslosigkeit als Zeichen einer ruhigeren konjunkturellen Gangart am USD-Markt deuten und dies über den Safe-Haven-Status der Währung hinausgeht.
Nach einer eher hektischen ersten Nachrichtenwoche im Monat August, scheint die anstehende Handelswoche gemäßigt. Bei den wenigen Konjunkturdaten, die in dieser Woche bis einschließlich Mittwoch aus den USA veröffentlicht werden, sollten USD-Anleger ihr Augenmerk verstärkt auf das Britische Pfund richten, das sich in diesen Handelstagen als Schwerpunkt-Währung zeigen könnte. EUR erreicht 2009-Jahreshoch gegenüber JPY Einer der vorrangigen Leidtragenden des US-Arbeitsmarktberichts am vergangenen Freitag war der EUR. Nachdem der Bericht verdeutlichte, dass sich der Arbeitsplatzabbau in den USA über die Erwartungen stark verlangsamt hat und somit die US-Arbeitslosenquote zum ersten Mal seit Mai 2008 zurückgegangen war, ergab sich ein hochgradiger EUR-Verkauf. Die Schutzstrategie der Investoren verstärkte den Abwärtsdruck für den EUR, dessen Kurs unter wichtige Widerstandslevel fiel und massive Stopporder auslöste.
Dennoch war der EUR am Freitag nicht der größte Verlierer auf dem Markt. Die europäische Währung konnte einige der am Donnerstag erzielten Kursgewinne gegenüber dem Britischen Pfund aufrechterhalten. Zum JPY erreichte der EUR sogar einen Jahreshöchststand bei 138,69. Während die Abwärtstendenzen, die sich gegenüber dem USD ergaben, im Gegensatz zum allgemein zinsbullischen EUR standen, behaupten einige Experten, dass diese Kurssteigerung wiederum einen Marktwert darstelle, der sich bereits vor der Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten ergab. Mit den Märkten auf wirtschaftlichem Erholungskurs, wird sich für den USD voraussichtlich eine ganz eigene Verkaufsphase ergeben, die seine Gegenwährungen bereits in naher Zukunft auf neue Höchststände bringen könnte.
EUR-Anleger sollten in dieser Handelswoche insbesondere auf Indikatoren aus Großbritannien achten. Zu beobachten sei die Reaktion des Inselstaates nach der Bekanntgabe der Notenbank von England, ihre Sonderpolitik der quantitativen Lockerung der Geldmenge fortzusetzen und das Volumen von 125 auf 175 Milliarden Pfund deutlich aufzustocken. Zweifelsohne werden Nachrichten aus dem Vereinigten Königreich Händlern dabei behilflich sein, die Tendenzen des GBP für diese und die nächste Woche zu bestimmen. JPY verliert aufgrund steigender Risikobereitschaft und Dollar-Stärke Die größten Kursverluste verzeichnete am vergangenen Freitag der japanische Yen im Anschluss an die Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten. Dabei rutschte der JPY bis auf in 2009 bereits erreichte Tiefstände gegenüber EUR und GBP bei 138,69, bzw. 163,08 ab. Zum USD fiel der JPY bis auf die 97,76-Marke, ein Kurslevel, der seit Mitte Juni nicht mehr erreicht wurde.
Die erhöhte Risikobereitschaft der Marktteilnehmer und der plötzliche Kursanstieg des USD setzte Japans Währung am vergangenen Freitag nur wenige Momente nach Veröffentlichung des NFP-Berichts unter unüberwindbaren Druck. In dieser Woche stehen ungewöhnlich viele Fundamentaldaten zur Veröffentlichung auf dem japanischen Wirtschaftskalender. Da Experten hier von positiven Ergebnissen ausgehen, wird sich der aktuelle Abwärtstrend der Inselwährung voraussichtlich fortsetzen. Die Marktteilnehmer erfreuen sich neuer Risikobereitschaft und erhöhen somit den Verkaufsdruck der traditionellen Safe-Haven-Währungen JPY und USD. Rohöl klettert auf 10-Monatshoch und rutscht anschließend ab Am Freitag erreichte der Ölpreis nach Veröffentlichung des US-NFP-Berichts neue Höchststände und profitierte von einer hohen Marktvolatilität. Rohöl erreichte seinen Höhepunkt bei $72,81 bevor der Kurs anschließend bis auf ein Preisniveau um $70 abrutschte. Ein Großteil des Marktdrucks ergab sich durch Volatilität und USD-Kursgewinne.
Der sich anknüpfende USD-Verkauf trieb den Ölpreis zunächst in die Höhe. Ein prompter Abstoß weiterer Hauptwährungen, der im Anschluss einsetzte, führte jedoch zu überraschenden Kursgewinnen für den USD. Unter Berücksichtigung der Korrelation zwischen Dollar und Rohstoffen, spiegelte der Rohölkurs die Bewegungen des Paares EUR/USD nahezu perfekt wider - ein deutlicher Aufwärtstrend, gefolgt von einer umso schnelleren Talfahrt. Mittlerweile scheint sich der Markt stabilisiert zu haben. Die Wachstumsprognosen der Experten werden bereits formuliert. Laut Voraussagen soll der USD seinen Abwärtstrend in den kommenden Wochen wieder aufnehmen, während der Ölpreis weiter in die Höhe klettert. |