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Aufschwung an den weltweiten Börsen dominiert USD-Handel Drucken E-Mail
Donnerstag, 23. Juli 2009 um 22:17 Uhr

Der USD verzeichnete während des gestrigen Handels einen stetigen Rückgang. Die Schwächung des Dollarkurses trat ein, als Händler sich vom Dollar abwandten und lieber in riskanteren Anlagewerten, wie beispielsweise Aktien, investierten. Der weltweite Aufschwung an den Aktienmärkten dürfte gestern ebenfalls einer der Gründe für den Kursrückgang des Dollar sein. Aufgrund des neuerlichen Optimismus an den Märkten könnte der US-Dollar weiterhin einen leichten Abwärtstrend aufweisen, da Händler lieber in höhere Erträge erzielende Anlagewerte investieren.

Aussichten für Dollar weiterhin schwach

Am Mittwoch setzte der USD seinen Abschwung zum EUR und anderen Risikosensitiven Währungen fort. Die generelle Entwicklungsrichtung am Devisenmarkt wurde jedoch von dem unbeständigen Börsengeschehen unterdrückt.

Während die Stimmung beim Dollar eindeutig rückläufig ist konnte der EUR keine eindeutige Richtung aufweisen. Am Mittwoch fiel der Dollar-Index auf 78,745 gegenüber 78,920 am Dienstag.

Das gute Abschneiden an den Aktienmärkten setzt den Dollar auch weiterhin unter Druck, da sich auch Investoren höhere Erträge erzielenden Anlagewerten zuwenden. Obendrein werden die Aussichten für den Dollar auch von Bedenken hinsichtlich der US-Geldmarktpolitik getrübt. Die wachsende Verunsicherung über die Rahmenbedingungen der Geld- und Finanzpolitik, insbesondere im Licht der vorgesehenen Gesundheitsreform, lassen die Aussichten für den Dollar, trotz aller Versicherungen durch US-Notenbank und Finanzministerium, ziemlich schlecht aussehen.

Heute werden aus den USA einige wichtige Wirtschaftspublikationen erwartet, darunter die Arbeitslosenansprüche um 12:30 MGZ und die Eigenheimverkäufe aus Bestand um 14:00 MGZ. Diese Daten erweisen sich als äußerst wichtig, da sie maßgebliche Indikatoren für den Gesundheitszustand der Wirtschaft sind große Volatilität an den Märkten generieren können.

Schwacher Dollar lässt EUR steigen

Der EUR verzeichnete gestern moderate Anstiege zu Dollar und Yen. Bei Handelsschluss am Mittwoch lag der EUR bei $1,4211 gegenüber $1,4197 am Dienstag und bei ¥132.96 gegenüber ¥133.01. Das Pfund Sterling ging um 0,3% auf 153,92 Yen zurück und handelte bei 86,41 Pence verglichen zum EUR. Das britische Pfund Sterling stieg ebenfalls leicht zum Dollar und handelte bei $1,6463 gegenüber $1,6436.

Der Rückgang zum EUR erfolgte nachdem das National Institute of Economic and Social Research bekannt gegeben hatte, dass Hauspreise weiterhin rückläufig sein werden. Das Institut sagte außerdem einen 0,4%-igen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts im 2. Quartal voraus, was leicht schlechter ist, als die von Wirtschaftswissenschaftlern prognostizierten 0,3%. Das Pfund kam auch unter Abwärtsdruck aufgrund von Verlusten am Aktienmarkt während des Handelstags.

Da aus der Eurozone heute keine maßgeblichen Wirtschaftinformationen erwartet werden sollten Händler der Veröffentlichung der britischen Einzelhandelsumsätze um 08:30 MGZ ihre Aufmerksamkeit schenken. Da es sich hierbei um einen führenden Indikator für wirtschaftliche Aktivitäten handelt könnte er für große Volatilität bei den GBP-Paarungen sorgen.

Yen profitiert von Verlusten am Aktienmarkt

Größer als erwartete Verluste im 2. Quartal bei Morgan Stanley sowie die Aussage von Wells Fargo & Co., faule Kredite hätten zugenommen, ließen den Yen zum Dollar den vierten Tag in Folge und zum EUR den zweiten Tag in Folge ansteigen. Der Yen handelte bei 132,87 zum EUR gegenüber Vorwert von 133,18 und bei 93,56 zum Dollar gegenüber 93,68 am Vortag.

In Erwartung geringer Gewinnbekanntgaben bei CIT Group Inc. und bei American Express Co. dürfte Risikovermeidung heute sehr wahrscheinlich im Vordergrund stehen. Da der Yen sehr empfindlich auf Bewegungen an den Aktienmärkten reagiert, sorgen negative Gewinnbekanntgaben unter Investoren für größere Risikovermeidung und treibt sie in die Sicherheit der japanischen Währung. Der Bericht über die US-Ansprüche auf Arbeitslosenunterstützung, der wahrscheinlich einen Anstieg verzeichnen wird, dürfte heute ebenfalls für einen Kursanstieg beim Yen sorgen.

Enttäuschende Bestandszahlen lassen Rohölpreis sinken

Die Bekanntgabe der etwas schlechter als erwarteten US-Rohöllagerbestände ließen am Mittwoch den Rohölpreis für September-Lieferungen um 21 Cent, oder 0,3%, auf $65,40 zurückgehen, was eine 5 Tage in Folge anhaltenden Anstieg des Ölpreises unterbracht. Aufgrund des schwachen Dollar und Gewinnen an den Aktienmärkten hielt sich der Preisrückgang jedoch in Grenzen.

Da die Lagerbestände nach wie vor hoch sind und OPEC-Mitglieder sich nicht an die vereinbarten Förderquoten halten, besteht immer ein viel zu großes Angebot bei viel zu geringer Nachfrage. Während Gewinne an den Aktienmärkten und ein schwacher Dollar weiterhin Aufwärtsdruck auf den Ölpreis ausüben, sind die Grundlagen nicht stark genug um einen weiteren Anstieg bis zum Wert von $70 zu gewährleisten. Zudem könnten negative Berichte vom Börsenparkett oder Anzeichen eines Einbruchs bei der wirtschaftlichen Erholung den Rohölpreis wieder bis zum Wert von $60 zurückdrängen. 

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 24. Juli 2009 um 22:21 Uhr
 

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