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Der US-Dollar hat beim Handel am Montag weiter an Boden verloren. Zurückzuführen ist das wohl auf die verminderten Bedenken hinsichtlich der US-Wirtschaft und der allgemein verbesserten Unternehmensgewinne, die Risikobereitschaft ansteigen ließ und eine Erholung an den Aktienmärkten herbeiführte. Experten sind der Ansicht, die in den letzten Monaten gestiegenen Erwartungen für eine US-Konjunkturbelebung veranlasste Investoren sich nach höhere Erträge erzielenden Anlagewerten umzusehen, anstatt in die US-Währung zu investieren. Bedenken hinsichtlich der US-Wirtschaft lassen Dollar abrutschen In der vergangenen Woche verzeichnete der US-Dollar einen rückläufigen Trend im Vergleich zu den meisten seiner Haupt-Währungspaarungen. Der Dollar fiel um über 200 Pips zum EUR und um über 300 Pips zum britischen Pfund Sterling.
Die Schwächung des Dollar erfolgte trotz positiver Anzeichen aus der US-Wirtschaft. Wirtschaftswissenschaftler sagen, dass, obwohl die gestiegenen Unternehmensgewinne und die positiven Daten vom Immobilienmarkt Anzeichen einer Wirtschaftserholung vermitteln, Investoren immer noch recht zögerlich sind ihr Kapital dorthin fließen zu lassen.
Es scheint, als hätten die positiven Daten aus der US-Wirtschaft zu der Ansicht geführt, die Welt würde langsam aus der Rezession herausfinden. Die Erwartungen gehen dahin, dass eine Erholung der US-Wirtschaft zur Belebung anderer Wirtschaften, insbesondere der europäischen, führen würde, was einen Anstieg der europäischen Währungen, verglichen zum US-Dollar, nach sich zieht.
Da diese Woche nur wenige US-Daten das Marktgeschehen bestimmen werden, dürfte der Fokus auf der halbjährlichen Rede des Präsidenten der US-Notenbank Ben Bernanke liegen, die dieser zum geldpolitischen Maßnahmen vor dem US-Kongress halten wird. Händler werden in dieser Rede nach Anzeichen dafür suchen, ob die Notenbank wohl bei dem riesigen Konjunkturpaket, welches sie auf der Höhe der Finanzkrise in die Wege geleitet hatte, Abstriche machen wird. EUR im Aufschwung verglichen zu den anderen Haupt-Währungen Der EUR verzeichnete in der vergangenen Woche einen Anstieg im Vergleich zu allen anderen Haupt-Währungen. Am deutlichsten war das beim japanischen Yen, zu dem der EUR um über 400 Pips zulegte. Aber auch zum US-Dollar und zum britischen Pfund Sterling sah der EUR einen Aufwärtstrend.
Der Aufschwung des EUR vergangene Woche ging auf relativ positive Daten aus den führenden Wirtschaften der Eurozone zurück. Die positiven Daten sowohl der deutschen als auch der europäischen ZEW-Konjunkturerwartungen bestätigen Investoren und Analysten in ihrer optimistischen Sichtweise hinsichtlich der europäischen Finanzlage. Obwohl die Berichte nicht ganz den Erwartungen entsprachen, waren die Ergebnisse doch positiv genug um den EUR zu stärken. Dazu trug auch der Rückgang des Dollar bei, und so konnten Händler, die in der vergangenen Woche den EUR kauften, hübsche Gewinne mitnehmen.
Für diese Woche werden viele interessante Wirtschaftspublikationen aus der Eurozone erwartet. Die Daten, die den EUR wohl am meisten beeinflussen werden, dürften aus den führenden Volkswirtschaften Deutschland und Frankreich kommen. Der Einkaufsmanagerindex für diese Länder wird am Freitag erwartet, und derzeit sehen Experten ziemlich positive Ergebnisse für diese Indices voraus. Sollten die tatsächlichen Ergebnisse den Vorhersagen entsprechen, könnte der EUR seinen Aufwärtstrend fortsetzen. Aufwärtstrend des Yen gestoppt Die letzte Woche könnte das Ende des Aufwärtstrends beim JPY eingeläutet haben. Der Yen verzeichnete Rückgänge zu allen Haupt-Währungen, einschließlich Dollar, EUR und Pfund Sterling.
Letzte Woche entschloss sich die Bank of Japan (BoJ) den japanischen Leitzinssatz bei 0,10%, dem niedrigsten Satz der westlichen Welt, zu belassen. Es scheint, als wäre es japanischen Führungskräften gelungen den JPY zu schwächen. Sie glauben, ein schwacher Yen werde die Exporte des Landes stützen und so die allgemeinen Wirtschaftsbedingungen verbessern. Zudem verzeichnete der Index of Tertiary Industry Activity, der die Entwicklung im Dienstleistungssektor beschreibt, im Juni einen Rückgang um 0,1 %. Das bedeutet, dass japanische Firmen ihre Ausgaben gekürzt haben, was belegt, dass Japan noch lange nicht den Weg aus der Rezession gefunden hat. Falls die BoJ ihre Politik der Abwertung des Yen weiter fortsetzt und die finanziellen Berichte aus Japan weiterhin negative Zahlen aufweisen, könnte der Kurs des Yen auch weiter rückläufig sein.
In der vor uns liegenden Woche stehen die Veröffentlichungen vieler wichtiger Wirtschaftsdaten an. Die wichtigste scheint dabei, die für Mittwoch vorgesehene Bekanntgabe der Handelsbilanz zu sein. Diese zeigt für den Monat Mai die Wertdifferenz zwischen importierten und exportierten Waren und Dienstleistungen an. Derzeitige Erwartungen deuten auf ein sehr positives Ergebnis hin. Sollte das tatsächliche Ergebnis den Erwartungen entsprechen, könnte es bedeuten, dass die BoJ in ihren Bemühungen die japanischen Exporte zu stützen erfolgreich ist, was wiederum den Kurs des JPY stärken dürfte. Kann der Rohölpreis bis auf $70 pro Barrel ansteigen? Vergangene Woche verzeichnete der Rohölpreis einen außerordentlichen Aufwärtstrend und stieg von $58 bis auf $65 pro Barrel. Das war hauptsächlich auf die besser als erwarteten US-Daten und den schwachen US-Dollar zurückzuführen.
Der Anstieg des Rohölpreises am Freitag wurde durch Regierungsberichte angekurbelt, die belegten, dass im Juni Hausneubauten und Vergaben von Baugenehmigungen stärker angestiegen waren als erwartet, was auf eine mögliche wirtschaftliche Erholung hindeutet.
Zudem hat die Nachfrage nach Rohöl in den USA einen sehr großen Einfluss auf den Wert des Öls. Folglich lassen positive Signale aus der US-Wirtschaft Spekulationen aufkommen, dass die Nachfrage nach Rohöl bald ansteigen werde.
Was diese Woche betrifft, sollten Händler den führenden Indikatoren der US-Wirtschaft große Aufmerksamkeit zollen, da sie offenbar einen sehr großen Einfluss auf den Rohölpreis haben. Händler sollten auch die Bekanntgabe der US-Rohöllagerbestände am Mittwoch beachten, da sich der Bericht erfahrungsgemäß sofort auf den Rohölpreis auswirkt. |