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Angesichts der zu erwartenden Gewinnzahlen für das zweite Quartal sinkt die Risikobereitschaft unter Investoren weiterhin. Zunehmende Befürchtungen dass diese Zahlen aufgrund zurückhaltenden Verbraucherkonsums enttäuschend ausfallen werden veranlassen Investoren sich von riskanteren Währungen abzuwenden und bei Safe-Hafen-Währungen wie USD und JPY Zuflucht zu suchen. Der starke Dollar und rückläufige Aktienmärkte haben auch negativen Einfluss auf den Rohölpreis, der auf $62 pro Barrel gesunken ist. Dollar weiterhin im Aufwind Der Dollarkurs stieg gestern im Vergleich zu EUR und GBP, da die Unsicherheit hinsichtlich der weltweiten Konjunkturaussichten sowie die zu erwartenden US-Unternehmensgewinne den Reiz des USD als Safe-Hafen verstärkten.
Beim gestrigen Handelsschluss stieg der USD zum EUR und brachte die gern gehandelte Währungspaarung bis zum Wert von 1,3890. Ähnlich verhielt sich der Dollar zum GBP und schloss bei 1,6085.
Was die Veröffentlichung von wichtigen Wirtschaftsdaten aus den USA betrifft war gestern ein relativ ruhiger Tag. Händler bereiten sich bereits innerlich auf die Bekanntgabe der US-Unternehmensgewinne für das zweite Quartal vor, die in den kommenden Wochen veröffentlicht werden. Experten sind der Meinung, dass schwache Ergebnisse, insbesondere von Finanzunternehmen, die Nachfrage nach dem Dollar ankurbeln werden. Experten beobachten auch voller Interesse den G8-Gipfel, der heute in Italien beginnt. So haben China, Russland und Brasilien verlauten lassen, dass sie den Standpunkt vertreten werden, dass die Welt sich nach einer neuen Leitwährung als Alternative zum Dollar umsehen solle, obwohl zugegebenermaßen eine solche Veränderung Zeit brauchen werde.
Für heute dürfte der wichtigste Wirtschaftsindikator die für 14:30 MGZ vorgesehene Bekanntgabe der US-Rohöllagerbestände sein. Händler sollten dieser Veröffentlichung große Aufmerksamkeit schenken, da ein besser als erwartetes Ergebnis dem Dollarkurs kurzfristig eine Schub verleihen könnte. Händler sollten ebenfalls auf die für etwa 16:55 MGZ vorgesehene Rede des Offenmarktausschuss-Mitglieds Evan achten. Diese Rede dürfte sehr wahrscheinlich die Volatilität des Dollar beeinflussen und die Richtung des Dollar für den verbleibenden Handelstag bestimmen. EUR verliert an Momentum Der EUR schloss den gestrigen Handel mit gemischten Ergebnissen verglichen zu den Haupt-Währungen. Die 16-Nationen-Währung verzeichnete am Dienstag Kursgewinne zum Pfund Sterling und handelte über dem Wert von 0,8633 inmitten eines allgemeinen Ausverkaufs des GBP. Der EUR hatte auch Rückgänge zu verzeichnen, verlor über 150 Pips zum JPY und schloss den Handel bei 131,85.
Ein führender Indikator der gestern aus Europa bekannt gegeben wurde war der Bericht über die Auftragseingänge der deutschen Industrie. Deutschland ist die größte und stärkste Wirtschaftsmacht der Eurozone, und demzufolge hat eine solche Veröffentlichung für gewöhnlich großen Einfluss auf den Kurs des EUR. Die Zahlen belegen, dass im Mai der größte monatliche Zuwachs seit zwei Jahren zu verzeichnen war. Wirtschaftswissenschaftler sind jedoch der Ansicht, dass ein solcher Jahresvergleich noch auf geraume Zeit hin schwach ausfallen wird. Zudem warnt eine Studie der Europäischen Kommission, dass Europas Konjunktur angesichts der Wirtschaftskrise weiter schrumpfen werde, sollten nicht die richtigen politischen Maßnahmen ergriffen werden und falls Europa nicht in der Lage ist die Probleme seiner Finanzindustrie in den Griff zu kriegen.
Für heute dürfte der wichtigste wirtschaftliche Indikator aus der Eurozone die für 10:00 MGZ vorgesehene Veröffentlichung des deutschen Berichts zur Industrieproduktion sein. Experten erwarten hier einen Anstieg der Zahlen gegenüber ihren Vorwerten. Händler sollten dieser Veröffentlich große Aufmerksamkeit zollen, da besser als erwartete Ergebnisse den EUR kurzfristig ankurbeln könnten. Ebenfalls mit Interesse sollten Händler den für 08:00 MGZ in Großbritannien zur Veröffentlichung vorgesehenen Halifax Hauspreisindex betrachten, da er die Entwicklung der Haupt-Währungspartner des EUR bis in die nächste Woche beeinflussen könnte. Yen-Kurs steigt verglichen zu anderen Haupt-Währungen Der Yen kletterte im Vergleich zum Dollar auf den höchsten Stand seit mehr als einem Monat aufgrund der Annahme die US-Unternehmensgewinne werden zurückgehen, was japanische Investoren dazu verleitete ausländische Anlagewerte zu veräußern und in der eigenen Währung anzulegen. Auch verglichen zu EUR und GBP verzeichnete der Yen beim gestrigen Handel kräftige Kursgewinne und erreichte mit 152,30 den höchsten Stand seit fünf Wochen zum britischen Pfund Sterling und mit 131,50 den höchsten Stand seit zwei Wochen zum EUR.
Die Paarungen des Yen sind seit Anfang Juni ständig gesunken, nachdem der ab Januar anhaltende mehrmonatige Aufwärtstrend, ausgelöst durch verbesserte Stimmung hinsichtlich weltweiter wirtschaftlicher Gesundung, rückläufig wurde.
Mit Ausnahme des Stimmungsberichts des Economy Watcher können Händler heute aus Japan nur relativ wenige Wirtschaftsindikatoren aus Japan erwarten. Experten erwarten, dass die zahlen über ihren Vorwerten liegen werden. Dieser Indikator verursacht allerdings für gewöhnlich nur sehr geringe Volatilität. So halten EUR und USD wahrscheinlich die Zügel beim heutigen Marktgeschehen in der Hand. Händler täten gut daran ihre zukünftige Ausrichtung zu vermerken, da sie im Allgemeinen große Auswirkungen auf all die anderen Währungen haben. Rohölpreis fällt weiteren Tag in Folge Der Rohölpreis fiel gestern den siebten Tag in Folge, und das Barrel Rohöl kostet jetzt $10 weniger als noch vor einer Woche, als der Rohölpreis den bisher höchsten Stand in diesem Jahr erreichte. Der Ölpreis hatte gleich nach seinem Höchststand am Dienstag vergangener Woche mit dem Abrutschen begonnen, und düstere Arbeitsmarktdaten letzte Woche aus den USA und Europa haben diesen Prozess noch beschleunigt.
Optimismus über eine rasche wirtschaftliche Gesundung und einen Aufschwung beim Energiebedarf erhielten einen Dämpfer als Dienstag letzter Woche das Arbeitsministerium bekannt gab, die US-Wirtschaft habe im Juni mit 467.000 weit mehr Arbeitsplätze verloren als erwartet. Am gleichen Tag wurde aus Europa berichtet, dass in den 16 Nationen in denen der EUR die Währung ist die Arbeitslosigkeit im Mai den höchsten Stand seit 10 Jahren erreicht hatte. Die heutige Bekanntgabe der Rohölbestände wird jedoch sehr wahrscheinlich die Richtung des Preises für das schwarze Gold bestimmen. Folglich könnten Händler hier Gewinne verzeichnen, da der Preis für Rohöl kurz- bis mittelfristig recht volatil zu sein scheint. |