| Risikoaversion steigt aufgrund negativer US-Daten |
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| Dienstag, 16. Juni 2009 um 22:06 Uhr |
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USD und JPY haben ihren Status als Safe-Haven-Währung wiedererlangt, nachdem die gestern veröffentlichten Konjunkturdaten aus den USA, der Empire State Manufacturing Index (für Juni) sowie das Saldo der Langzeit-Wertpapierkäufe und -verkäufe, alle Prognosen enttäuschten und eine erhöhte Risikoaversion unter den Marktteilnehmern auslösten. Angesichts hoher Kursschwankungen verbuchten beide Währungen Kursgewinne gegenüber einem Großteil der Hauptwährungen. Der heutige Handel wird voraussichtlich volatil bleiben. Wichtige Veröffentlichungen aus den USA und der Eurozone stehen auf der Wirtschaftsagenda, darunter die US-Baugenehmigungen sowie die US-Erzeugerpreise für den Monat Mai um 14:30 Uhr. Darüber hinaus erwarten Anleger voller Spannung sowohl die deutschen ZEW-Konjunkturerwartungen für Juni um 11:00 Uhr, als auch die Verbraucherpreise aus Großbritannien für den Monat Mai um 10:30 Uhr. Empire State Manufacturing Index treibt US-Dollar in die Höhe Der US-Dollar fand gestern Unterstützung durch die Veröffentlichung des Empire State Manufacturing Index sowie des TIC-Berichts der Langzeit-Anschaffungen (regionaler Konjunkturbericht des Fed-Distriktes New York) für Kapazitätsauslastung und Industrieproduktion. Die enttäuschenden Ergebnisse brachten dem US-Dollar deutliche Aufwärtstendenzen gegenüber den Gegenwährungen, so dass der USD seinen Status als Safe-Haven-Währung wieder erlangte. Darüber hinaus nahmen weitere Faktoren positiven Einfluss auf den USD: Der russische Finanzminister Alexei Kudrin erklärte, dass der USD zunächst weiterhin weltweite Leitwährung bleiben sollte. Auch negative US-Konjunkturdaten waren für die US-amerikanische Währung von Vorteil: die US- und globalen Aktienmärkte gaben nach und der USD kletterte nach oben. EZB-Warnung trifft EUR Die Marktteilnehmer zeigten sich gestern eindeutig betroffen, nachdem die EZB in ihrem jüngsten Bericht vor der Lage an den Finanzmärkten warnte. Demnach sollen bis zum Ende des kommenden Jahres noch Abschreibungen von rund 280 Milliarden Dollar nötig sein, um die Bilanzen der Banken von toxischen Papieren und faulen Krediten zu befreien. Der EUR reagierte bärisch auf den neuesten Bereicht der Zentralbank. Darüber hinaus veranlassten schwache Konjunkturzahlen aus den USA Investoren dazu, sich vom EUR abzuwenden, um auf "sichere" USD-Anlagen zu setzen. Des Weiteren wurde Bundeskanzlerin Angela Merkel gestern heftig für ihre strenge Finanzpolitik in Deutschland kritisiert. Ihre Opposition wies darauf hin, dass sich Merkel flexibler zeigen und ihren britischen und amerikanischen Amtskollegen folgen sollte. JPY mit Safe-Haven Status an der Spitze Der JPY erlangte gestern seinen Safe-Haven-Status wieder und konnte deutlich Boden gegenüber den Gegenwährungen gutmachen. Dies war die Reaktion auf die enttäuschenden Ergebnisse des US-Empire State Manufacturing Index. Sowohl Japans als auch die globalen Aktienmärkte schlossen folglich mit Verlusten. Dementsprechend erhöhte sich die Risikoaversion: Anleger begannen, Aktien, Rohstoff-Anlagen sowie Anleihen abzustoßen und sich auf "sichere" Investitionen wie den JPY und USD zu konzentrieren. Rohöl-Preisstürze aufgrund schwacher US-Daten Die Ölpreise gaben gestern um über 50 US-Cents pro Barrel nach und schlossen zu Handelsende bei $70,78 pro Barrel. Diese Preisentwicklung ließ sich auf verschiedene Faktoren zurückführen. Zuvor wurden äußerst enttäuschende US-Wirtschaftsdaten ausgegeben, die sowohl die US- als auch die globalen Aktienmärkte einbrechen ließen. Viele Anleger verkauften ihre Rohstoff-Anlagen. Das schwarze Gold erholte sich von dieser Talfahrt noch nicht. |
| Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 18. Juni 2009 um 22:11 Uhr |
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