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Dollar rutscht nach größtem 1-Tagesgewinn ab Drucken E-Mail
Montag, 08. Juni 2009 um 20:53 Uhr

Aktuell sind die Augen der Marktteilnehmer auf die Leitzinsrate der US-Notenbank gerichtet, die laut eigenen Angaben eine Anhebung der Zinsrate in Erwägung zieht. Darüber hinaus sind für diese Woche einige Auktionen -drei- und sechsmonatiger Schatzwechsel- anberaumt. Sollten Langzeit-Anleihen aufgrund von großer Nachfrage steigen, könnte dies auf dem US-Dollar schwer lasten, was wiederum den USD-Aufwärtstrend, der sich aus den letzten US-Arbeitsmarktdaten ergab, bremsen könnte.

USD Trendumschwung - Wie lange hält er an?

Die überraschend positiven US-Arbeitsmarktdaten zur Beschäftigung außerhalb des Agrarsektors (Nonfarm Payrolls) am vergangenen Freitag, verhalfen dem USD und seinen Crossen zu einem beeindruckenden Trendwechsel.

Die US-amerikanische Währung gewann einen Großteil seiner Verluste der letzten 2 Wochen zurück und konnte dementsprechend wichtige Widerstands- sowie Unterstützungsmarken überwinden. EUR/USD wurde am Freitagmittag über der 1,4200-Marke gehandelt. Aktuell notiert das Währungspaar wieder unter 1,4000. GBP/USD erreichte zeitweise die 1,6200-Marke. Zum frühen Morgenhandel heute, rutschte das Paar wieder bis auf 1,5950 ab. Diese Tendenzen der Währungspaare sind ein Beispiel für die umfassenden Kursbewegungen, die sich insgesamt für den Dollar am späten Freitagnachmittag ergaben.

Wenn man die Kursbewegungen des heutigen Handelstages näher betrachtet, scheinen die Arbeitsmarktzahlen vom Freitag, den Marktoptimismus in die US-Wirtschaft weiterhin aufrecht zu erhalten. Demnach können Anleger auch heute davon ausgehen, dass sich die Trendwende für die USD-Paare und -Crosse fortsetzen wird, die jedoch bis Handelsschluss abebnen könnte. Zu früher Handelsstunde heute Morgen schien sich der Dollar zeitweise zu stabilisieren und sich gegenüber den übrigen Hauptwährungen im neutralen Bereich zu bewegen. Angesichts eines eher ruhigen Börsengangs in den USA, werden sich die Tendenzen für den US-Dollar heute voraussichtlich nicht verändern.

In der gesamten Wirtschaftswoche werden nur wenige Indikatoren erwartet, die, wie in der vergangenen Woche, Einfluss auf den Dollar nehmen könnten. Anleger sollten sich demnach auf eine Fortsetzung der jüngsten Markttrends einstellen, die primär auf einen Mangel an Konjunkturdaten zurückzuführen sind. Wichtiges Ereignis wird jedoch das bevorstehende Gipfeltreffen der G8 in dieser Woche sein. Die Gruppe der Acht gilt nicht als internationale Organisation, sondern vielmehr als internationales Netzwerk. Demnach treffen sich offiziell die Finanzchefs und Notenbanker der Mitgliedsstaaten auf höchster Ebene, um die aktuellsten Aspekte der globalen Wirtschaftslage zu diskutieren. Die Ergebnisse des Treffens könnten ihren Einfluss auf die Kursbewegungen der Hauptwährungen wie USD nehmen.

Ist die EUR-Stabilität ein Mythos?

Seitdem der EUR jüngst ein neues Rekordhoch für 2009 gegenüber dem USD erreicht hat, scheint die Währung an Stärke zu verlieren. Die positiv ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten der letzten Woche verpassten dem EUR einen Dämpfer. Während die europäische Währung noch vor einigen Tagen bei 1,4330 zum USD sowie bei 0,8867 zum GBP gehandelt wurde, notiert sie aktuell bei 1,3985 bzw. 0,8773. Dies verdeutlicht einen erheblichen Wertverlust innerhalb einer äußerst kurzen Zeitspanne.

Laut Experten lassen sich viele Händler vom USD-Kauf der letzten Woche mitreißen, was bedeuten könnte, dass der EUR weiterhin bärische Ergebnisse verzeichnen wird. Bereits im Vorfeld sagten einige Analysten voraus, dass sich für den EUR Abwärtstendenzen ergeben werden, sobald die Währung die Widerstandsmarke bei 1,4300 gegenüber dem USD erreichen würde. Die Risikobereitschaft unter den Marktteilnehmern scheint nach wie vor zu gering, um eine nachhaltig zinsbullische Bewegung für den EUR zu stützen. Dementsprechend erwarten Experten kurzfristig einen EUR-Abwärtstrend gegenüber einem Großteil seiner Gegenwährungen, bevor sich zinsbullische Tendenzen wieder einstellen könnten.

Auch um den EUR wird es heute verhältnismäßig ruhig bleiben, da nur wenige Datenveröffentlichungen aus Europa vorgesehen sind. Dies könnte wiederum bedeuten, dass sich der Abwärtstrend des EUR heute und auch im Laufe der Woche fortsetzen wird. Nur einige wenige Indikatoren werden veröffentlicht, die Einfluss auf den EUR nehmen könnten. Der EUR wird seine Stärke der vergangenen Woche wohl kaum zurückerlangen.

Richten Sie Ihr Augenmerk in dieser Woche auf den Yen

Die US-Arbeitsmarktdaten der vergangenen Woche, trieben den USD-Wert deutlich in die Höhe. Die Wirkung auf den JPY war, wie auch bei den übrigen Hauptwährungen, deutlich zu beobachten. Aktuell notierte USD/JPY zum frühen Morgenhandel bei 98,50, nachdem das Währungspaar noch am Freitagmorgen bei 96,50 gehandelt wurde. Der Anstieg der US-Märkte steigerte die Attraktivität der Safe-Haven-Währung USD gegenüber der Carry-Trade-Währung JPY.

Da in dieser Woche eine große Anzahl an Wirtschaftsdaten aus Japan erwartet wird, könnten sich für die japanische Währung hohe Kursschwankungen ergeben. Veröffentlichungen wie die Geldmenge M2, die endgültigen Zahlen zum BIP sowie die Kernrate der Maschinenbestellungen werden den Marktteilnehmern einen tiefen Eindruck in die Wirtschaftslage des Inselstaats verschaffen. Zweifelsohne sollten Sie den japanischen Yen in dieser Woche nicht aus den Augen verlieren.

Ölpreise wieder runter auf $65 pro Barrel

Der Kursanstieg der vergangenen Woche bis auf die $70-Marke pro Barrel, könnte dem Zufall zuzuschreiben sein. Wie gewohnt verzeichnet der Rohstoff Verluste, sobald der US-amerikanische Dollar in seinem Wert steigt. Einige Analysten hatten davor gewarnt, dass der jüngste Aufwärtstrend für Rohöl dem Preisanstieg vom Sommer 2008 ähnelte, der eine große Rolle in der globalen Wirtschaftskrise spielte. Sollten die Ölpreise nicht zu kontrollieren sein, könnte dies die Erholung der Wirtschaftslage nur erschweren.

In dieser Woche werden die Ölpreise vorwiegend vom USD bestimmt werden. Allem Anschein nach, wird der Dollar seinen zinsbullischen Trend fortsetzen, was wiederum bedeutet, dass die Ölpreise in den kommenden Tagen weiter sinken könnten. Da keine Konjunkturdaten von Bedeutung auf der US-Wirtschaftsagenda stehen, die den USD neu bewerten könnten, scheinen die Trends verhältnismäßig prognostizierbar und stabil im Vergleich zu anderen Handelswochen. Ein vernünftiger Richtpreis von $65 pro Barrel ist kurzfristig zu erwarten.

Zuletzt aktualisiert am Montag, 08. Juni 2009 um 20:58 Uhr
 

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