| Positive US-Wirtschaftsdaten treiben Dollar und Rohöl in die Höhe |
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| Donnerstag, 28. Mai 2009 um 00:37 Uhr |
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Am gestrigen Handelstag ergaben sich für den USD und die Ölpreise deutlich zinsbullische Trends. Die Reaktion des US-Dollar auf die respektablen Zahlen der US-Hausverkäufe sowie auf die optimistisch gefärbte Ansprache von US-Finanzminister Timothy Geithner zur US-Wirtschaftslage war von positiver Natur. Auch die Ölpreise schlossen sich dem Aufwärtstrend an und setzten somit den zinsbullischen Lauf des "schwarzen Goldes" fort. Dollar aufgrund positiver Konjunkturdaten auf dem aufsteigenden Ast Der Dollar verbuchte gestern gegenüber einem Großteil seiner Gegenwährungen Kursgewinne, nachdem aktuelle Konjunkturdaten aus dem US-Wohnungswesen Hinweise auf eine Stabilisierung der Lage gaben, was die Attraktivität des USD als "sichere" Anlage wiederum steigerte. Diese Entwicklung war gegensätzlich zu den jüngsten USD-Verkäufen, die dem wachsenden Optimismus der Marktteilnehmer in Bezug auf die US-Wirtschaftslage folgten. Gestern jedoch schloss der USD mit 150 Punkten höher zum EUR als am Vortag bei 1,3819. Wichtigste Wirtschaftsdaten am gestrigen Handelstag in den USA waren die Verkäufe bestehende Häuser. Diese sind im April überraschend deutlich gestiegen. Ursache hierfür seien die Zwangsversteigerungen, bei denen der Kreditgeber des Verkäufers einer geringeren Rückzahlung der ursprünglichen Hypothek zustimmt. Die hohe Anzahl der Notverkäufe würde die Hauspreise jedoch weiter drücken, hieß es Medienberichten zufolge. Die Verkäufe bestehender Häuser machen etwa Dreiviertel des Absatzvolumens am US-Häusermarkt aus, während die Verkäufe von Neubauten ungefähr einem Viertel des Umsatzes gleichkommen. Als Folge der Finanzkrise, die gewaltige Löcher in den Staatshaushalt reißt, zweifeln die Marktteilnehmer jedoch gleichzeitig die Bonität der weltgrößten Volkswirtschaft an. Bei Staatsanleihen drohen Anleger daher schwere Verluste. EUR verliert an Momentum Gestern verlor der EUR an Momentum und korrigierte seine deutlichen Kursgewinne der letzten Woche gegenüber Dollar und JPY wieder nach unten. Diese Entwicklungen waren zu beobachten, nachdem die Entscheidungsträger der EZB darauf hinwiesen, dass eine weitere Leitzinssenkung nicht auszuschließen sei. Zu Handelsschluss war die Währung der 16 Nationen deutlich gegen den USD gefallen und brachte das oft gehandelte Währungspaar auf 1,3819. Ähnlich verhielt sich der EUR gegenüber dem JPY. Hier schloss die europäische Währung bei 1,3300. Wichtigste Datenveröffentlichung aus der Eurozone heute, sind die deutschen Arbeitsmarktdaten des Monats Mai. Die Bundesagentur für Arbeit gibt um 10:00 Uhr die Arbeitslosenzahl, saisonbereinigt, aus. Experten erwarten einen leichten Anstieg der Zahlen im Vergleich zur Vormessung. Anleger sollten ihr Augenmerk insbesondere auf diese Veröffentlichung richten. Sollten die Ergebnisse die Erwartungen sogar übertreffen, könnte dies den EUR kurzfristig weiter in die Höhe treiben. Darüber hinaus sollten Händler den Hauspreisindex der Nationwide Building Society für den Monat Mai um 8:00 Uhr beobachten sowie die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (Woche) um 14:30 Uhr. Beide Ergebnisse werden die kommenden Tendenzen des EUR für die nächste Woche mitbestimmen. Gemischte Ergebnisse für JPY Der Yen beendete den gestrigen Börsengang bei gemischten Ergebnissen gegenüber seinen Gegenwährungen, während Anleger den Dollar dem Yen gegenüber als Safe-Haven-Währung bevorzugten. Gegen den USD verzeichnete der JPY Kursverluste und schloss bei 95,25. Zum EUR hingegen verbuchte die japanische Währung einen Gewinn von nahezu 40 Punkten, um bei 133,00 zu notieren. Rohöl nähert sich der $63-Marke Die Rohölpreise verzeichneten einen weiteren Tag deutlicher Kursgewinne. Der oft gehandelte Rohstoff kletterte im gestrigen Handel bis nahezu $63 pro Barrel. Eine der Ursachen für diese Entwicklung war der schwache Dollar der vergangenen Wochen, der Investoren dazu veranlasste, sich Rohstoff-Anlagen wie dem Rohöl zuzuwenden. Sollten sich für die USA weiterhin positive Konjunkturdaten ergeben und die Bekämpfung der landeseigenen Wirtschaftskrise durch die Regierung auf aggressive Weise fortgesetzt werden, könnten die Ölpreise bis zum 4. Quartal 2009 die $75-Marke pro Barrel erreichen. |
| Zuletzt aktualisiert am Freitag, 29. Mai 2009 um 00:41 Uhr |
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