| Bernankes Rede wird sich auf Dollar-Kurs auswirken |
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| Dienstag, 10. März 2009 um 23:21 Uhr |
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Der Dollarkurs wird heute, während und nach der für 13:30 MGZ vorgesehenen Rede des US-Notenbank-Präsidenten Ben Bernanke, voraussichtlich große Volatilität zeigen. Derweil wird Devisenhändlern empfohlen ihre Handelspositionen einzunehmen, da eine ganze Anzahl von Wirtschaftsdaten aus Japan, Großbritannien und der Eurozone die Haupt-Währungskreuze des Dollar sehr wahrscheinlich beeinflussen werden. Dollarkurs steigt bei zunehmender weltweiter Rezession Der Dollarkurs verzeichnete am Montag einen Anstieg im Vergleich zu den meisten seiner Haupt-Währungspartner. Das lag daran, dass die weltweit sinkenden Aktienmärkte und wirtschaftlicher Rückgang in Japan und der Eurozone, der sehr viel ernsthafter ist als der in den USA, die Safe-Hafen-Nachfrage nach der US-Währung angekurbelt haben. Nichtsdestotrotz sind für die USA triste Wirtschaftsdaten veröffentlicht worden. Am vergangenen Freitag wurde bekannt, dass die US-Arbeitslosenquote im Februar auf einen Höchstwert von 8,1% gestiegen ist, nachdem Arbeitgeber 651.000 Stellen streichen mussten. Somit haben die USA die höchste Arbeitslosenquote seit 1983 erreicht. Analysten erwarteten weitere trübe Daten aus den USA, welches Marktbeteiligte dazu hätte verleiten können beim Handel am Montag Position gegen den USD einzunehmen. Doch in vielerlei Hinsicht passierte genau das Gegenteil. Pfund Sterling stürzt im Vergleich zum Dollar auf tiefsten Stand seit 6 Wochen Das Pfund Sterling stürzte gestern im Vergleich zum Dollar auf ein Rekordtief und zeigte auch Schwäche zum EUR, da die Bedenken hinsichtlich der Zukunft des britischen Bankensektor anhalten. Laut Analysten wurde der Kurs des GBP auch dadurch beeinflusst, dass die Bank of England (BoE) diese Woche damit beginnen wird Anlagevermögen im Wert von 75 Mrd. Pfund Sterling aufzukaufen, um den Geldumlauf anzukurbeln. Am 5. März gab die BoE bekannt, dass sie vorhabe Staatsobligationen und Gemeinschulden in Höhe von 75 Mrd. Pfund Sterling, über den Zeitraum der kommenden drei Monate, aufzukaufen um so zu versuchen Zinsen zu senken und die Wirtschaft aus ihrer ersten Rezession seit 17 Jahren herauszuführen. Yen im Abschwung aufgrund allgemeiner Wirtschaftsschwäche Am Montag fiel der Yen auf breiter Linie aufgrund der Annahme, die japanische Wirtschaft würde wegen der weltweiten Rezession ebenfalls rückläufig sein und die japanische Währung so an Reiz verlieren. Der JPY zeigte sich zu den meisten seiner Haupt-Währungspartner rückläufig, als ein Kabinettsbericht aufzeigte, dass der führende Index für Geschäftsbedingungen im Januar auf 77,4 gegenüber 80 im Dezember abgefallen war. Japan musste im Januar sein erstes Leistungsbilanzdefizit in 13 Jahren hinnehmen, da die weltweite Rezession Exportnachfragen und Überseeinvestitionen erdrückte. Was das ganze noch schlimmer macht ist die Tatsache, dass die japanische Regierung nur sehr langsam auf die sich verschlechternden Wirtschaftsbedingungen reagiert und so dem Vertrauen von Anlegern, das Land sei in der Lage der Wirtschaftskrise tatkräftig zu begegnen, eine Dämpfer aufsetzt. Rohölpreis fasst $50 pro Barrel ins Auge Der Rohölpreis schoss gestern um mehr als 3% auf $47 pro Barrel in die Höhe, als bekannt wurde, dass ein US Navy Schiff im Südchinesischen Meer von chinesischen Schiffen belästigt wurde. Dieser Marinezwischenfall am Sonntag zwischen den USA und China, den beiden weltgrößten Ölverbrauchern, hat die geopolitischen Spannungen verstärkt und somit noch weiteren Druck aufgebaut, der schon durch die Förderungsdrosselungen seitens der Erdölexportierenden Länder (OPEC) erfolgte. Das OPEC Kartell vereinbarte im vergangenen Jahr eine Reihe von Förderdrosselungen, um dem Verfall des Rohölpreises Einhalt zu gebieten und wird sich am 15. März wieder zusammensetzen, um ihr weiteres Vorgehen zu beraten. Die OPEC hat seit September bereits Förderdrosselungen in Höhe von 4,2 Mio. Barrel pro Tag vorgenommen, was etwa 5% des weltweiten Ölbedarfs entspricht. |
| Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 10. März 2009 um 23:26 Uhr |
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