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Zusätzliche Finanzspritze für AIG könnte sich positiv auf USD auswirken Drucken E-Mail
Dienstag, 03. März 2009 um 19:30 Uhr

Die Annahme, dass die US-Regierung der American International Group (AIG) mit weiteren $30 Mrd. aushelfen werde ließ den Kurs des USD, verglichen mit seinen Haupt-Währungspartnern, auf den höchsten Wert seit 2 Jahren ansteigen und fachte Sicherheitsaufkäufe des Dollar an. Durch die jüngsten Zugewinne hat der USD ein Momentum erhalten, von dem viele annehmen, dass es den ganzen März über andauern werde.

USD wird voraussichtlich den ganzen März über an Stärke zulegen

Die Annahme, dass die US-Regierung der American International Group (AIG) mit weiteren $30 Mrd. aushelfen werde ließ den Kurs des USD, verglichen mit seinen Haupt-Währungspartnern, auf den höchsten Wert seit 2 Jahren ansteigen und fachte Sicherheitsaufkäufe des Dollar an.

Die Zugewinne des Dollar waren auch den besser als erwarteten Zahlen für US Verbraucherausgaben und persönliches Einkommen im Januar zuzuschreiben. Die Tatsache, dass die US-Behörden zügige Maßnahmen zur Bewältigung der Finanzkrise einleiten, hat den Dollar in jüngster Zeit kräftig unterstützt und lässt ihn gegenüber den anderen Währungen relativ sicher erscheinen.

Der Dollar stieg gestern verglichen zum EUR um 0,7% und wurde bei 1,2574 gehandelt, während der JPY zum USD sich nur wenig änderte und bei 97,48 lag. Auch im Vergleich zum britischen Pfund legte der Dollar an Stärke zu und fiel gestern unter den Wert von 1,4000, nachdem bekannt wurde, dass die UK Hauspreise ihren größten Einbruch seit 2001 erlebten. Trotz der Tatsache, dass die US-Wirtschaft immer noch sehr schwach ist, scheint es doch, als würden Investoren erwarten, dass sich die US-Wirtschaft als erste von der weltweiten Wirtschaftskrise erholen werde. Die Annahme, dass das Land das Potential hat sich als erstes aus der Rezession zu befreien wird auch von den ISM Indexen für das verarbeitende Gewerbe, persönliches Einkommen und persönliche Ausgaben bestätigt.

Die Nachrichten über AIG und Sorgen bezüglich Ost-Europa haben das Marktinteresse dominiert, wovon der Dollar profitierte. Von den heutigen US-Wirtschaftspublikationen sollten Händler besonderes Augenmerk auf den „Bericht über noch nicht abgeschlossene, aber bereits vertraglich fixierte Immobilienverkäufe“ richten, da dieser weitere Indizien über die Schwere der Rezession liefert. Durch die jüngsten Zugewinne hat der USD ein Momentum erhalten, von dem viele annehmen, dass es den ganzen März über andauern werde.

Der EUR hat den starken Dollar-Zugewinnen nicht entgegenzusetzen

Der Kurs der europäischen Währung fiel am Montag auf den tiefsten Stand seit drei Monaten, da Händler sich von dem Treffen der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag eine weitere Leitzinssenkung und Krediterleichterungen erhoffen. Es wird allgemein angenommen, dass die EZB am 5. März den Leitzinssatz auf ein Rekordtief von 1,5% senken wird um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln. Die 16-Nationen-Währung kam auch unter Druck und fiel verglichen zum Dollar um 0,7% auf 1,2579, nachdem auf einem Gipfeltreffen der Europäischen Union (EU) Führungskräfte einen alles umfassenden Rettungsplan für die Länder in Mittel- und Ost-Europa zurückwiesen.

Das GBP fiel verglichen zum USD zum ersten Mal seit über einem Monat um 2,2% auf weniger als 1,4000. Das GBP schwächelte nachdem Berichte veröffentlicht wurden wonach UK-Banken im Januar weniger Hypotheken erteilten als vorhergesagt und die Immobilienpreise im letzten Monat um, aufs Jahr gerechnete 10% abnahmen. All das lässt den Schluss zu, dass sich die Rezession auch in Europas zweitgrößter Volkwirtschaft noch verschlimmert.

Der EUR wurde nicht nur durch die EU Zurückweisung eines Rettungsplans für Ost-Europa schwer getroffen, sondern auch durch einen Bericht, der darlegte, dass die Hersteller der Eurozone ihren schlimmsten Monat seit 12 Jahren hatten! Analysten sind der Meinung, dass, wäre es nicht zu kräftigen Verkäufen des britischen Pfund zum EUR gekommen, die Währung der Eurozone hätte verglichen zum Dollar bis auf den Wert von 1,2330 absinken können.

Ist der Yen noch ein Safe-Hafen-Mitbewerber?

Der JPY war eine der wenigen Währungen die am Montag im Vergleich zum USD einen Anstieg verzeichneten. Die kräftige Erholung des Yen zum Wochenende, nach dem vorangegangenen Absinken, veranlasste viele besorgte japanische Exporteure den Dollar zu verkaufen um ihre Exportgewinne abzusichern. Die japanische Währung stieg, verglichen zum USD etwas an auf 97,45, nachdem sie im Vormonat um 9,6% gefallen war. Gegenüber dem Januar, in dem er mit 87,10 zum Dollar seinen höchsten Stand seit 13 Jahren erreicht hatte, fiel der Yen sogar um 11%, was auch durch das miserable Bruttoinlandsprodukt und den Rücktritt des japanischen Finanzministers im vergangenen Monat ausgelöst wurde.

Im Vergleich zum EUR stieg der JPY den dritten Tag hintereinander auf den Wert von 122,41 während Aktien aus Furcht vor der sich vertiefenden weltweiten Rezession purzelten, was Investoren dazu veranlasste, sich in die japanische Währung als Sicherungsanker einzukaufen. Analysten sind der Meinung, die starke Abwertung des Yen könnte beim Widerstandswert von 98,89 zum Stillstand kommen. Sollte der JPY diesen Wert in den kommenden zwei Wochen nicht durchbrechen könnte der Yen verglichen zum Dollar bis auf 94,63 steigen.

Ölpreis wackelt: Wird OPEC die Förderung weiter drosseln?

Der Rohölpreis wird sich am Dienstag relativ stabil verhalten und sich um den Wert von $40 pro Barrel bewegen. Die Stabilisierung des Rohölpreises tritt ein, nachdem er zuvor aufgrund sich mehrender Anzeichen, dass die weltweite Konjunkturschwäche die Nachfrage nach Öl reduzieren werde, um fast 10% gesunken war. Der Rohölpreis dürfte jedoch noch weiter zurückgehen, falls der USD im Vergleich zu seinen Haupt-Währungspartnern an Stärke zunimmt und somit der Warenhandel als alternatives Anlagegeschäft an Reiz verliert. Marktbeteiligte erwarten die Bekanntgabe der US-Bestandsdaten am Donnerstag und damit auch die Beantwortung der Frage, welchen Einfluss der weltgrößte Energiekonsument auf den Ölpreis hat.

Der Rohölpreis, welcher am 19. Dezember mit $33,87 pro Barrel auf den tiefsten Stand seit 5 Jahren gefallen war, erholte sich in jüngster Zeit, da die Organisation Erdölexportierender Länder (OPEC) die Förderung weiter gedrosselt hatte. Obwohl von OPEC-Offiziellen unterschiedliche Stellungnahmen hinsichtlich ihrer Vorgehensweise bei ihrem Treffen in Wien am 15. März zu vernehmen waren, haben sich doch gewisse Erwartungen bei den Marktbeteiligten gebildet. Investoren erwarten eigentlich weitere Förderdrosselungen seitens OPEC. Sollte das Kartell jedoch dagegen entscheiden, sehen Analysten einen weiteren heftigen Preissturz beim Rohöl voraus - gegebenenfalls sogar bis unter den Wert von $30 pro Barrel.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 03. März 2009 um 19:36 Uhr
 

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